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09.08.2008
Hannover gewinnt zwei Tore zu hoch

Hannover gewinnt zwei Tore zu hoch9.857 Zuschauer füllten das Kurt-Wabbel-Stadion, um das DFB-Pokalspiel zwischen dem gastgebenden Halleschen FC und Hannover 96 zu sehen. Einige unserer Jungs reisten gar im Expresstempo von der Nordsee, nur um dabei sein zu können. Erleben musste man zunächst ein Kartenchaos ohne Gleichen. Hierauf werden zu einem späteren Zeitpunkt in einem weiteren Bericht eingehen.

Im Spiel selbst begann der Bundesligist erwartungsgemäß druckvoll. Ein katastrophaler Fehler von Christian Kamalla brachte Jan Schlaudraf in beste Schussposition, die sich der Neu-Hannoveraner natürlich nicht entgehen ließ. So führte der Erstligist bereits nach 10 Minuten. Doch Chemie hielt dagegen. Im weiteren Verlauf zeigten die Kicker um Kapitän Nico Kanitz, dass sie durchaus mithalten können. So scheiterte der Mannschaftschef höchstselbst in der 29. Minute an Nationaltorwart Robert Enke. Nur zwei Minuten später gelang es Steve Finke nicht, das Leder ins Hannover-Tor zu bugisieren. Erneut hielt Enke seinen Kasten sauber. So stand es nach 45 Minuten "nur" 0:1. Die Hoffnung hielt bestand.

Mit Wiederanpfiff baute 96 seine Führung aus. Erneut sorgte ein Abwehrfehler für das Tor, welches Hanno Balitsch erzielte. Bei einer Situation im Strafraum der Gäste forderte die Mehrheit der Zuschauer Elfmeter, doch die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm. Seine Entscheidung konnte man verstehen, auch wenn andere Referees durchaus den Pfiff ertönen lassen. Wäre das Arbeitsgerät auch stumm geblieben bei einer ähnlichen Situation auf der anderen Seite? Jedenfalls hätte ein Anschlusstor für den HFC das Spiel spannend gemacht. So sorgte Arnold Bruggink mit einem abgefälschten Ball (wieder so eine Gurke!) für das dritte Tor der Niedersachen und somit für die Entscheidung. Maik Hankes sehenswerter Lupfer und erneut Arnold Bruggink, welcher den 5:0-Endstand markierte, waren am Ende nur noch Makulatur.

In den Blickpunkt des Geschehens waren zu diesem Zeitpunkt längst unverbesserliche Idioten geraten. In der 80. Minute suchten diese den Kontakt zur Gegenseite und sorgten damit für eine etwa 10minütige Unterbrechung. Welche Gruppierung den Ausschlag gab, war von uns nicht zu ermitteln. Fakt ist aber, dass diese Situation dem halleschen Fußball mehr schaden als alle anderen Zeichen. Allerdings muss in diesem Fall das Sicherheitskonzept hinterfragt werden. Deshalb werden wir uns mit den Geschehnissen später ausführlicher auseinander setzen. Der Spaß ist mit diesen Ereignissen jedenfalls verflogen.

Bilder vom Spiel und dem Drumherum sind hier zu finden.


So spielten beide Teams:

Hallescher FC:

Horvat - Benes, Lachheb, Kamalla, Schubert, Kunze (73. Re. Stark), Görke (73. Kittler), Finke, Kanitz, Hebestreit (64. David), Neubert

Hannoveraner SV von 1896:
Enke - Cherundolo, Ismael, Vinicius, C. Schulz, Lala (81. B. Schulz), Balitsch, Huszti (73. Rosenthal), Bruggink, Hanke, Schlaudraff (73. Forssell)

Tore: 0:1 Schlaudraff (10.), 0:2 Balitsch (47.), 0:3 Bruggink (68.), 0:4 Hanke (76.), 0:5 Bruggink (86.)

Zuschauer: 9.857





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