12.10.2008Standesgemäßer Erfolg fällt noch zu niedrig aus
Im Achtelfinale hatten die Regionalliga-Kicker im heimischen Stadion als "Gastmannschaft" wenig Mühe mit den Verbandsligisten des SV 09 Staßfurt. Am Ende stand ein standesgemäßer 4:0-Erolg, welcher eigentlich noch viel zu niedrig ausfiel.
Verletzungsbedingt musste Sven Köhle seine Elf vor allem in der Defensive etwas umstellen. Alexander Gröger und Jens Werner standen diesmal mit in der Viererkette. Deshalb waren einige Abstimmungsfehler zu erwarten. Doch nur einer sollte für Gefahr sorgen. Gleich nach zwei Minuten hatten die Staßfurter ihre einzigste Chance im gesamten Spiel, doch auch die verpuffte ohne wirklich Darko Horvat in Verlegenheit zu bringen. Von da an spielten nur noch die eigentlichen Hausherren. Das Spiel war bekanntlich aus Sicherheitsgründen ins Kurt-Wabbel-Stadion verlegt worden. So war es für die Staßfurter natürlich noch schwerer. Also suchten sie Ihr Heil in einem Abwehrbollwerk. Dieses stand auch recht sicher, zumal sich Chemie zunächst auch zu dämlich anstellte, im Vorwärtsdrang für richtige Gefahr zu sorgen. Und zappelte das Leder dann doch mal im Netz, wedelte der Schiedsrichterassistent mit seiner Fahne. Zweimal war dies in Hälfte eins der Fall. Klare Abseitspositionen von Kevin Kittler und Nico Kanitz konnten somit selbstredend, auch wenn schön herausgespielt, nicht zählen. In der 34. Minute wurden dann aber endlich die Bemühungen des HFC belohnt. Rene Stark, ansonsten leider recht blass bleibend, passt auf den am langen Pfosten wartenden Christian Beck, der zur Führung von Rot-Weiß trifft. Mit den umgedrehten Ziffern der Minutenangabe schlug es erneut im Tor des Verbandsligisten ein. Kurz nachdem Nico Kanitz noch kläglich freistehend dem Keeper in die Arme köpfte, machte es der HFC-Kapitän in der 43. Minute dann besser und sorgte für die beruhigende 2:0-Pausenführung.
Mit dem Seitenwechsel wurde das Spiel deutlich härter. Leider versäumte es der aus Magdeburg stammende Schiedsrichter, insbesondere die HFC-Spieler besser zu schützen. So war es recht glücklich, dass der Regionalligist ohne Verletzung aus dem Spiel gehen konnte. Ein Zeichen durch entsprechende Karten setzte der Referree nur in Richtung des HFC. Gerechtigkeit sieht etwas anders aus. Aber sei es drum, von Staßfurt war in diesem Spielabschnitt nichts mehr zu sehen. Nur noch Chemie drängte auf weitere Tore und hatte auch Chancen. Diese blieben leider viel zu oft ungenutzt. Erst in der 73. Minute holte Thorsten Görke seinen Hammer raus und donnerte das Spielgerät zum dritten Streich in die Maschen. Nachdem noch weitere Möglichkeiten ungenutzt blieben, war es Steve Finke, der mit Auge aus 16 Metern das vierte HFC-Tor erzielte. Clever schaute der hallesche Mittelfeldakteur den Keeper aus und ließ das Leder ins Tor rollen. Ein Highlight sollte noch folgen. Adli Lachheb wollte endlich auch sein Tor. Mit einem "Zungenschnalzer"-Fallrückzieher zog er ab, doch die Kugel traf nur die Querlatte. So bleib es beim 4:0 und dem Einzug ins Viertelfinale des Landespokals.
Bilder vom Spiel und dem Drumherum sind hier zu finden!So spielten beide Teams:
SV 09 Staßfurt:Witte - Liensdorf, Adam, Mähnert, Hentschel (65. Strohbach), Tonn (76. Gurn), Wegener, Friedrichs, Burger (83. Lissek), Härtl, Guntsch
Hallescher FC:Horvat - Werner, Lachheb, Gröger, Benes, Neubert, Görke (76. Große), Kittler (55. Finke), Kanitz - Re. Stark, Beck (78. Schulz)
Tore: 0:1 Beck (34.), 0:2 Kanitz (43.), 0:3 Görke (73.), 0:4 Finke (83.)
Zuschauer: 813 (darunter ca. 25 Staßfurter)