15.01.2009Lok und HFC trennen sich Unentschieden
Die Hallensaison ist vorbei. Nun stehen endlich wieder Spiele über 90 Minuten und natürlich im Freien an. Den Auftakt der Vorbereitungsreihe vollbrachten die Regionalligakicker des Halleschen FC am heutigen Abend beim 1.FC Lok Leipzig. Mit von der Partie waren natürlich der bereits feststehende Neuzugang Markus Müller und Testkandidat Wasiu Taiwo.
Beide standen auch zunächst in der Anfangsformation. Der Nigerianer, der um einen Vertrag bei Chemie kämpft, war auch gleich an der ersten Aktion beteilgt. Nach vier Minuten wird er gefoult. Den fälligen Freistoß kann Leipzigs Keeper herausfausten, der Nachschuss geht weit am Tor vorbei. Auch nach 10 Minuten kann Loks Torhüter vor Pavel David, der einschussbereit da stand, klären. Ansonsten merkt man beiden Teams die harte Trainingsphase an. Nach einer halben Stunde haben die Gäste von der Saale mal wieder eine nennenswerte Möglichkeit. Robert Starks Hammer zischt aber knapp am Tor der Gastgeber vorbei. Nur kurz darauf, in der 35. Minute, spielt Wasiu Taiwo perfekt auf Pavel David, der das Leder zum völlig freistehenden Markus Müller legt. Dieser bringt es fertig, den Ball aus 3 m noch am linken Pfosten vorbeizuschieben. Der Junge entwickelt sich hoffentlich zum Chancentod von Hundertprozentigen. Davon haben wir bereits genug. Doch es sei ihm schon einmal gestattet, in seinem ersten Einsatz im rot-weißen Trikot so ein Ding zu versemmeln. So bleibt es jedenfalls beim torlosen Unentschieden, mit dem es auch in die Kabinen geht.
Mit dem Seitenwechsel gitb es auch einige Veränderungen auf dem Rasen. Beide Teams haben die Kader ordentlich durchgetauscht. Sven Köhler brachte gleich zehn neue Spieler auf das Feld. Lediglich Testkandidat Wasiru Taiwo durfte auch die zweite Hälfte auf dem Rasen des Bruna-Plache-Stadions bestreiten. Prompt haben die Hausherren die erste Möglichkeit. Nur fünf Minuten waren in der ersten Hälfte gespielt, da tauchte der nun das hallesche Tor hütende Norbert Guth unter einem Ball hinweg. Gerade noch schaffte er es aber, das Leder im Umdrehen doch noch vor dem Leipziger Angreifer zu erreichen. 10 Minuten ist es dann doch passiert. HFC-nachwuchsmann Felix Horn lässt den Leipziger Norris Höhn völlig allein stehen. Diesen erreicht ein langer Pass. Der ebefalls noch sehr junge Kicker von "L-O-K" hebt das Leder aus 12 Metern über Norbert Guth zur Führung für die Gastgeber hinweg. Nur fünf Minuten später schlägt der HFC zurück. Thorsten Görke passt auf Thomas Neubert. Dessen Schuss findet den Weg per Pofosten-Billard ins Netz. Nach 70 Minuten ist dann für Testkandidaten Wasiwu Taiwo Feierabend. Besonders in der ersten Halbzeit agil, kommt für ihn Neuzugang markus Müller, dem Sven Köhler eine kurze Verschnaufpause gönnte, zurück aufs Feld. Ansonsten kehrt auf dem Rasen etwas Ruhe ein. Das Spiel ist mehr von geplänkel als von wirklichen Aktionen geprägt. Doch gegen Ende der Begegnung wurde Lok immer stärker. Die fällige Führung wollte allerdings nicht fallen. Als sich alles bereits auf ein 1:1 einstellte, klingelte es doch noch im Kasten von Norbert Guth. Rüthrich köpft das Leder zwei Minuten vor dem Ende am HFC-Keeper vorbei ins Netz. Doch der HFC möchte sich nicht lumpen lassen. Praktisch im Gegenzug schlagen sie erneut grausam zurück. Philip Schubert findet Kevin Kittler, der aus 12 Metern dem Leipziger Torwart keine Chance lässt. So findet das Spiel einen am Ende gerechten Ausgang.
So spielten beide Teams:
1.FC Lok Leipzig:Evers - Krauß, Köllner, Jülich, Adam (46. Knoof), Quidzinski (46. Höhn), Ledwoch, Kunert (68. Rüthrich), Starke, Schreiber (68. S. Hellmund), Heusel (46. Wetzig)
Hallescher FC:Horvat (46. Guth) - Werner (Schubert), Gröger (46. Görke), Lachheb (46. Kamalla), Ro. Stark (46. Benes), David (46. Seipel), Finke (46. Kittler), Taiwo (71. Müller), Horn, Hebestreit (46. Re. Stark), Müller (46. Neubert)
Tore: 1:0 Höhn (60.), 1:1 Neubert (65.), 2:1 Rüthrich (88), 2:2 Kittler (89.)
Zuschauer: 885 (darunter ca. 400 HFCer)