24.02.2009Fairer Umgang mit den HFC-Fans sieht anders aus...
Auf dem Heimweg nach dem Fußballspiel in Halle haben zwei betrunkene Männer am Sonntag in Halle brutal auf einen Afrikaner eingeschlagen. Der Staatsschutz prüft, ob sie ausländerfeindliche Motive hatten, wie eine Polizeisprecherin am Montag sagte. Die beiden Männer im Alter von 29 und 37 Jahren wurden festgenommen. Da gegen den Älteren in einer anderen Sache ein Haftbefehl vorlag, kam er unmittelbar nach dem Angriff auf den Asylbewerber aus Burkina Faso in Untersuchungshaft. Bei den beiden Tatverdächtigen wurden Alkoholwerte von 2,34 und 2,13 Promille festgestellt. Zunächst hatte die "Mitteldeutsche Zeitung" noch von Halle-Neustädtern gesprochen. Nach Auskunft der ermittelnden Behörden war man zunächst davon ausgegangen, dass die beiden Schläger ihren Wohnsitz in Erfurt und Leipzig hätten. Nun stellte der Hallesche FC aber klar, dass es sich nach nunmehr offizieller Auskunft durch die Ermittlungsbehörden doch um Personen mit Wohnsitz in Halle (Saale) handelt, wobei eine Person kein regelmäßiger Stadiongänger ist und ein T-Shirt mit der Aufschrift "Lok Leipzig" trug. Die andere Person ohne jegliche Fanutensilien zog erst kürzlich aus Berlin zu, besuchte bisher Spiele des BFC Dynamo und sah noch keine HFC-Partie. Beiden Personen wurde laut Angaben des für die Begegnung gegen den VfB Lübeck gebundenen gewerblichen Sicherheitsdienstes der Zutritt zum KWS (Bereich 2, Fankurve) aufgrund ihres stark alkoholisierten Zustandes verwehrt. Gegen beide Beschuldigten, die nicht Mitglied des HFC e. V. sind, ist Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung gestellt worden, desweiteren erfolgte ein Eintrag in die Datei "Gewalttäter Sport". Beide Personen werden von Seiten des HFC mit den höchstmöglichen, bundesweiten Stadionverboten belegt.
Die BottleBoys Halle/Saale distanzieren sich ebenfalls wie der Hallesche FC und der HFC-Fanszene e.V. ausdrücklich von dem Vorfall und natürlich jeglicher Form von Gewalt, Rassismus, Antisemitismus und Extremismus und unterstützt den HFC bei seinem Handeln im vorliegenden Fall vollends.
In diesem Zusammenhang ist es aber mal wieder äußerst auffällig, wie das Verhalten von zwei Personen weit außerhalb des Stadions für billige Polemik gegen den HFC und vor allem gegen seine Fans genutzt wird. Ein objektives und faires Umgehen mit den rot-weißen Anhängern sieht anders aus. Insbesondere durch die
Pressemitteilung der Jusos Halle wird der HFC und seine Fans ganz bewusst vorverurteilt. Auch die offensichtliche Falschinformation, welche durch die "Mitteldeutsche zeitung" verbreitet wird, verstärkt diesen Eindruck umso mehr. Die brutale Gewalttat, die wir natürlich auf das Schärfste verurteilen, steht jedoch nicht im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Spiel des Halleschen FC, es handelt sich hierbei um eine Einzelstraftat. Hier hat die Härte des Gesetzes voll zu greifen. Ein Fußballviertligaverein kann und wird aber die sozialen Probleme der Gesellschaft, speziell im Osten der Republik, nicht lösen. Erst recht dann nicht, wenn das Geschehen außerhalb der eigentlichen HFC-Veranstaltung war. Es ist einem Fußballverein und den entsprechenden Fanvertretungen oder -vereinigungen nicht zuzumuten, jeden einzelnen Stadiongänger dauerhaft, das heißt auch außerhalb der Spiele, im Blick zu haben. Wir erwarten deshalb eine deutliche Korrektur der vorgebrachten Anti-HFC-Argumentation durch die genannten Stellen.