13.03.2009Fanszene e.V. nimmt zu Geschehnissen des Derbys Stellung
Folgende Stellungnahme gibt der HFC-Fanszene e.V. zu den Geschehnissen im Rahmen des Sachsen-Anhalt-Derby vom letzten Sonntag ab:
"Der Vorstand HFC-Fanszene e.V. möchte auf diesem Wege zu den Ereignissen beim Fußballspiel HFC gegen den 1.FC Magdeburg am 08.03.2009 im halleschen Kurt-Wabbel-Stadion Stellung beziehen.
Erfreulich ist vorab festzustellen, dass es bei diesem Spiel zu keinem direkten Aufeinandertreffen der beiden Fanlager, weder im Stadion, noch im halleschen Stadtgebiet gekommen ist. Positiv ist ebenfalls zu bewerten, dass sich die HFC-Fangemeinde, speziell in der Fankurve, auch durch diverse Aktionen der Gästefans, z.B. Verbrennung der HFC Zaunfahne, nicht provozieren lies. Als besonders vorbildlich möchten wir hier das Verhalten der Beteiligten in der HFC Fankurve loben, die durch ihre lautstarken Meinungsbekundungen und der nötigen Zivilcourage dafür sorgten, dass die wenigen 'HFC-Fans', welche kurzzeitig auf dem Zaun saßen, nicht den Weg in den Innenraum des Stadions gewählt haben. Selbst Oberbürgermeisterin Dagmar Szabdos lobte im TV Halle-Interview die HFC-Fans, die sich trotz der geladenen Stimmung nicht provozieren ließen. 'Kompliment' meinte Halles Stadtoberhaupt sichtlich stolz.
Über die Krawalle in der Gästekurve, die zur zweiten Spielunterbrechung in der 75. Minute führten zu Urteilen liegt uns fern, da hier keine HFC Fans beteiligt waren, natürlich bedauern wir solche Ausschreitungen im halleschen Stadion miterleben zu müssen. Tatsache ist jedoch, dass der Magdeburger Fan, dem wir auf diesem Wege eine schnellstmögliche Genesung wünschen, welcher vom Mitarbeiter der Security-Firma Leipziger Löwen vom Zaun gestoßen wurde, vorab mehrfach die geltende Stadionordnung missachtet hat.
Stellung beziehen möchten wir zu den Geschehnissen unmittelbar vor Beginn der zweiten Halbzeit, die zur ersten Spielunterbrechung führten. Nachdem in der Magdeburger Fankurve Rauchbomben und Böller gezündet wurden, sowie Raketen in Richtung Zuschauerblock und Spielfeld abgeschossen wurden, war dies wohl das Startsignal für einige, wenige Unbelehrbare im HFC Fanblock mit einer Bengalo Show Einlage zu antworten. Zugegeben kein einziges Bengalo fand den Weg vom Block auf das Spielfeld, trotzdem wurde hier eindeutig gegen die geltende Stadionordnung verstoßen.
Im Vorfeld des Derbys gab es durch den HFC-Fanszene e. V. sowie durch das Fanprojekt Halle organisierte Gespräche mit diversen Fangruppierungen und ein präventives Fanforum. Im Ergebnis wurden zum Derby alle Zuschauer zur unbedingten Einhaltung der Stadionordnung, sowie der Regeln der Fairness und des sportlichen Anstandes und bei eventuellen Vorfällen zur nötigen Zivilcourage aufgefordert!
Leider haben es wieder ein paar Unverbesserliche geschafft, durch ihre Einzelaktion den HFC und seine Fans bundesweit in Negativschlagzeilen zu bringen, denn obwohl dies keine objektive Berichterstattung ist, kursieren in der Nachberichterstattung des Spiels nur noch Meldungen, die mit den Bildern einer 'brennenden HFC Fankurve' unterlegt sind. Neben diesem Imageverlust droht dem Club bei einer absehbaren Verurteilung durch das DFB Sportgericht wiederholt ein finanzieller Schaden.
Der Vorstand des HFC-Fanszene e.V. unterstützt das konsequente Vorgehen des Halleschen FC e.V. in Bezug auf Gewalt und Pyrotechnik, beides hat in unserem Stadion nichts zu suchen. Der HFC- Fanszene e.V. steht für gewaltfreie Fußballspiele und verurteilt jegliche Art von Gewalt.
Vorstand
HFC-Fanszene e.V. Halle, 13.03.2009"