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03.05.2009
Dieser HFC ist ein Wahnsinn!

Dieser HFC ist ein Wahnsinn!Dieser HFC ist ein Wahnsinn: Nach der ersten Saisonniederlage und dem damit praktisch vergegebenen Aufstieg hat sich Chemie im heutigen Spitzenspiel beim Tabellenführer Holstein Kiel eindrucksvoll zurückgemeldet. Mit dem 2:1-Erfolg sind Kanitz und Co. wieder voll mit im Geschäft. Doch der Reihe nach:

Einige der BottleBoys hatten das lange Wochenende genutzt, um bei bestem Wetter Ostseeluft zu genießen. Andere unserer Jungs starteten heute morgen mit Zug und Auto Richtung Norden, um unseren HFC zu unterstützen. Einige hatten das Vergnügen, mit einem kiellastigen Kommentar von Radio Nora das Spiel über 90 Minuten verfolgen zu können. Und die erste Hälfte war nichts für schwache Nerven. Kiel bestimmte klar die Szenerie und hatte selbst beste Möglichkeiten. So war es denn auch eine logische Folge, dass Siedschlag nach knapp 20 Minuten die Führung für die Hausherren. Eine Schlafeinlage in der Abwehr der Hallenser hatte die Führung der "Störche" begünstigt. Chemie braucht etwa 30 Minuten, um sich aus der Umklammerung zu lösen. Chancen ergeben sich aber nicht. Dafür entwickelt sich das Spiel auf ein hohes Niveau. Man spürt förmlich die Wichtigkeit dieser Partie. Beide Teams erreichen zum Ende der ersten 45 Minuten Gleichwertigkeit. Dennoch ist die Führung der Hausherren zum Pausentee nicht unverdient. Vom HFC muss einfach mehr kommen.

Wie schon unter der Woche in Wolfen muss HFC-Trainer Sven Köhler die richtigen Worte gefunden haben. Sein Team kommt wie ausgewandelt aus der Kabine und setzt über Ronny Hebestreit erste Achtungszeichen. Kiel verhält sich jetzt abwartend und setzt auf Konter, was sich auch in einigen Möglichkeiten ausdrückt. Diese enden aber ohne Zählbares. Ein 2:0 wäre sicher die endgültige Entscheidung. Doch Kiel wird unkonzentrierter, weil Chemie den Druck erhöht. Hebestreit, Stark, Kunze und Kanitz haben sehr gute Chancen, die aber ungenutzt bleiben. Die Zeit rennt langsam aber sicher davon. Doch 8 Minuten vor dem Ende können die 1.000 mitgereisten HFC-Fans jubeln. Ronny Hebestreit köpft aus fünf Metern ein. Dieses Tor ist die Erlösung pur und es ist mehr als verdient, auch wenn es der Radio-Nora-Kommentator mehr als anders sieht. Und für ihn soll es noch schlimmer kommen. In der 89. Minute hämmert Markus Müller das Leder aus 12 Metern in die Maschen. Das Spiel ist gedreht und der HFC im Freudentaumel. "Chemie Halle ole" schallt es durch das Kieler Rund. Der Wahnsinn ist perfekt!

Bilder vom Spiel und dem Drumherum gibt es hier!


So spielten beide Teams:

Holstein Kiel:

Frech - Hummel, Boy, Schyrba, Brückner (89. Jürgensen), Guscinas, T. Siedschlag, Nouri (68. Vujcic), Schulz, Stier (72. Lartey), Grgic

Hallescher FC:
Horvat - Schubert, Lachheb, Kamalla, Benes, Finke, Görke (64. Kunze), Re. Stark (90. Hartmann), Hebestreit, Kanitz, Neubert (57. Müller)

Tore: 1:0 Siedschlag (19.), 1:1 Hebestreit (82.), 1:2 Müller (89.)

Zuschauer: 7.342 (darunter ca. 1.000 HFCer)





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