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05.12.2009
HFC schenkt Lübeck vier Nikolauskugeln ein

HFC schenkt Lübeck vier Nikolauskugeln ein"Das Runde muss ins Eckige" - diese alte Binsenweisheit zieht zwar meist eine Gabe an das "Phrasenschwein" nach sich, drückte aber trefflichst die kleine Misere unserer Jungs vor der Partie gegen den VfB Lübeck aus. 2,44 m hoch und 7,32 m breit (ursprünglich 8 ft × 24 ft) ist das Ziel, welches es heute gegen die Grün-Weißen genauestens anzuvisieren galt. Die Mannschaft aus der Stadt des Holstentores und des Marzipans verlor ihre letzten vier Partien und wollte unbedingt diese Negativserie beenden. Entsprechend engagiert begannen die Schützlinge von Trainer Peter Schubert und erarbeiteten sich in der kompletten ersten Halbzeit ein optisches Übergewicht. Doch etwas zählbares kam dabei für den Ex-Zweitligisten nicht heraus. Im Gegenteil: Mit ihrer ersten und bis zum Seitenwechsel auch einzigen Chance gingen unsere Rot-Weißen in Führung. Pavel David flankte quer übers gesamte Feld und fand in Nico Kanitz seinen Abnehmer. Der "Dicke" köpfte(!) aus 10 m über den zu weit vor seinem Gehäuse postierten Nourreddine Semghoun zum 1:0 ins lange Eck ein (12.). Bernd Bransch kommentierte dann auch in der Pause treffend: "Tja, so ist eben Fußball. Gegen Babelsberg und Plauen hatten wir bis hierhin ein Klasse-Spiel gezeigt, aber eben keinen Treffer erzielt." Dass es ausgerechnet Nico Kanitz war, der seinen achten Saisontreffer erzielte, war auch dem absoluten Vertrauen seines Trainer geschuldet, der seinen Spielführer nach dessen schwacher Partie in Hannover sein Vertrauen schenkte. Endlich, nach 180 torlosen Minuten im heimischen KWS, in das zum heutigen Spiel leider nur magere 2.142 Zuschauer kamen, konnten die Fans wieder ein Tor ihrer Lieblinge bejubeln. Nach dem Wiederbeginn beherrschte der HFC die Lübecker recht deutlich und erspielte sich noch einen klaren Sieg. Markus Müller sorgte nach seiner Einwechslung in der 65. Minute innerhalb von nur achtzehn Minuten mit einem lupenreinen Hattrick für das am Ende deutliche 4:0 gegen den, nach dem 2:0 völlig einbrechenden, VfB. HFC-Coach Sven Köhler hatte anschließend zwar ein "Sorry" für den lange Zeit gleichwertigen Gegner parat, doch den klaren Sieg nahm er gern mit in die Kabine zu seinen unendlich jubelnden Jungs. "Ich wäre auch mit einem 2:0 zufrieden gewesen", relativierte "Köhlei" die überzeugende Leistung seines Teams. Seinem einstigen "Studienkollegen" Peter Schubert fehlten nach dem Schlusspfiff fast die Worte: "Was haben wir eigentlich verbrochen, um hier so einzugehen? Meine Mannschaft hat eine sehr gute erste Halbzeit gespielt und lag dennoch zur Pause mit 0:1 zurück. Auch nach der Pause haben wir alles versucht. Da hat sich aber gezeigt, dass wir momentan nicht stabil genug sind, um so ein Spiel durchzuziehen."
(Quelle: www.hallescherfc.de)

So spielten beide Teams:

Hallescher FC:

Horvat - Schubert, Lachheb, Mouaya, Benes, Finke, Hebestreit, Lindenhahn (79. Hauk), David (84. Aydemir), Kanitz, Neubert (65. Müller)

VfB Lübeck:
Semghoun - Gebers, Hinkelmann, Marheineke, Hohnstedt, Helmke (73. Schrum), N. Lange, G. Lange (63. Senger), Landerl, Sachs, Henning (73. Richter)

Tore: 1:0 Kanitz (12.), 2:0 Müller (72.), 3:0 Müller (82.), 4:0 Müller (90.)

Gelb-Rote Karte: N. Lange (84./VfB)

Zuschauer:2.142 (darunter ca. 100 Gästefans)



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