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31.03.2010
Mit dem Abpfiff kommt der Frust

Mit dem Abpfiff kommt der FrustEinmal mehr ging es heute für unsere Mannschaft und ihre sie begleitenden rund 150 treuen Anhänger in die deutsche Hauptstadt. Am späten Nachmittag standen sich in einem Nachholspiel der 20. Runde „Hertha BSC ´Westberlin´ zweite Mannschaft“ (wie die U23 des Bundesligisten bei vielen älteren halleschen Fußballfans immer noch genannt wird) und unser HFC gegenüber. Dabei konnten die meisten mitgereisten Saalestädter einen neuen „Stadionpunkt“ sammeln, fand diese Begegnung doch erstmals im schmucken Amateurstadion auf dem Olympiagelände statt.

Die erste Chance für die Hausherren ergab sich nach einem Eckball von Sascha Bigalke, den Rasmus Bengtsson nur knapp neben das linke Torkreuz köpfte (5.). Nach einer Viertelstunde musste dann Hertha-Keeper Sascha Burchert erstmals eingreifen, indem er eine Aydemir-Ecke über den Querbalken lenkte. Als dann Sascha Bigalke sich aus 20 m ein Herz fasste, kratzte Darko Horvat das Leder gerade noch aus dem Winkel (22.). Danach wogte das muntere Spielchen zumeist zwischen beiden Strafräumen hin und her, bis Patrick Mouaya einmal mit nach vorn ging. Nach einem Doppelpass mit Thomas Neubert verzog der Kongolese aus halblinker Position und ca. 12 m nur knapp (43.). Dies war bis dato der beste HFC-Angriffszug, und kurz darauf ging es torlos in die Kabinen.

Aus diesen kamen die Gäste unverändert zurück, bei Hertha ersetzte Florian Riedel im Mittelfeld Alfredo Morales. Junior Torunarigha setzte dann das erste Achtungszeichen in Hälfte zwei. Er zog aus 22 m ab und zielte nur um weniges über das HFC-Gehäuse (49.). Mit Toni Lindenhahn, der in der 54. Minute für Angelo Hauk hereinkam, wurde das Spiel unserer Rot-Weißen sofort zielstrebiger. „Linde“ war es dann auch, der für Thomas Neubert auflegte, doch dessen Seitfallzieher von der Strafraumgrenze ging übers Hertha-Tor (59.). Knapp zehn Minuten später fiel der erlösende Führungstreffer für den HFC. Einen weiten Abschlag von Darko Horvat erlief sich Nico Kanitz und hob das Leder über Sascha Burchert ins Netz. Der hallesche Torhüter parierte dann zuerst einen Kopfball von Marc Stein (69.) sowie einen Schuss von Dennis Rommel aus Nahdistanz (79.) in großer Manier. Danach verteidigten unsere Jungs den wertvollen Vorsprung mit Mann und Maus. Diese Taktik ging auch fast auf, aber leider nur fast, denn in der zweiten Minute der Nachspielzeit gab es nochmals eine letzte Ecke für die Hertha. Der mit nach vorn aufgerückte Sascha Bigalke spielte den Ball klar mit der Hand, der Referee sah dies nicht, und Marc Stein köpfte zum Ausgleich ein. Dies bestätigte der Torhüter sogar noch nach dem Abpfiff gegenüber einem halleschen Zuschauer mit den Worten: "Was kann ich dafür, wenn der Linienrichter mein Handspiel nicht sieht..." Ein bitterer Schlusspunkt in dieser Partie, mit dem der Derbysieg vom Sonntag leider nicht veredelt werden konnte.
(Quelle: www.hallescherfc.de)

So spielten beide Teams:

Hertha BSC II:

Burchert - Perdedaj, von Bergen, Bengtsson, Stein, Holland (70. Stephan), Morales (46. Riedel), Bigalke, Torunarigha (80. Kargbo), Rommel, Knoll

Hallescher FC:
Horvat - Schubert, Lachheb, Mouaya, Benes, Finke, Hebestreit, Hauk (54. Lindenhahn), Aydemir (70. M. Hartmann), Kanitz (88. Seipel), Neubert

Tore: 0:1 Kanitz (67.), 1:1 Stein (90.+2)

Zuschauer: 287 (darunter ca. 150 HFCer)



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