Die Glücksgöttin hatte ein Einsehen mit dem Club und brachte mit dem niederländischen Vertreter P.S.V. Eindhoven einen attraktiven Gegner. Am 15.09.1971 trennten sich beide Mannschaft im mit 35.000 Zuschauern ausverkauften Kurt-Wabbel-Stadion leistungsgerecht 0:0. Der HFC war nicht in der Lage, seine spielerischen Möglichkeiten umzusetzen, zu groß war die Ehrfurcht vor dem bekannten Gegner. »Der PSV demonstrierte, wie man ein solches Cupspiel auswärts gestalten kann«, anerkannte Georg Buschner. »Technisch seiner Mittel sicher, taktisch abgeklärt, erwies sich diese Elf erfahrener, homogener. Die Begeisterung des HFC reichte da noch nicht.«
Das Rückspiel sollte am 29.09.1971 in Eindhoven stattfinden. Doch es sollte ein schwarzer Tag in der Geschichte des HFC werden. Durch eine Gasexplosion im Eindhovener Hotel "Silbernes Seepferd", wo die Mannschaft des Clubs aus der Saalestadt untergebracht war, ausgelöst, kam es zu einem Hotel-Großbrand. Der junge und talentierte HFC-Nachwuchsspieler Wolfgang Hoffmann fand dabei den Tod. Die HFC-Spieler Klaus Urbanczyk und Erhard Mosert wurden bei der Hilfe andere zu retten, schwer verletzt. Die Delegation des HFC Chemie leistete durch aktive Rettungsmaßnahmen Vorbildliches, was sich auch in der niederländischen Öffentlichkeit widerspiegelt. In seinem Leitartikel in der "FUWO" schreibt Klaus Schlegel: »Sich auf dem Spielfeld zu bewähren, das war dem HFC in Eindhoven nicht möglich. Sie bestand indes eine weit höhere, schwierigere Form der Bewährung. Und der Ausdruck - Helden - ist durchaus angebracht, war selten so berechtigt wie in diesem Fall. Wer die Katastrophe mit der Mannschaft erlebte, wer die Spieler während des Brandes und in den Stunden danach beobachtete, mit ihnen zusammen war, darf sich dieses Urteil wohl erlauben. Und Roland Nowotny, Peter Klemm, Rainer Langer, die auch andere Gäste retten halfen, sie machten keine großen Worte darum.« In Übereinstimmung mit der Leitung des HFC Chemie zog der DFV der DDR die Mannschaft aus den UEFA-Cup-Spielen zurück.
Nach einem 6.Platz in der Saison 1971/1972 folgte im Jahr darauf als Tabellenletzter der erste Oberligaabstieg des HFC Chemie. 1973/1974 gelang aber der sofortige Wiederaufstieg. Die anschließende Saison beendete der Aufsteiger auf dem 11. Platz.
Die restlichen Jahre der "Siebziger" beendete der Verein jeweils im soliden Mittelfeld. Platzierung zwischen Rang 6 und 8 waren in den Jahren 1975/1976 bis 1978/1979 normal...