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Spielbericht zum 10. Spieltag / 22.10.2004 / Kurt-Wabbel-Stadion
Hallescher FC vs. ZFC Meuselwitz 2:1 (1:1)

Glücklicher Sieg für den HFC...

Die Vorzeichen für das Spiel waren - zumindest den Namen nach - nicht gut. Verletzungsbedingt mußte der HFC auf Raimund Linkert, Almedin Civa und Lars Georg verzichten. Aufgrund seiner Sperre fehlte natürlich auch Christian Fährmann. Im Kurt-Wabbel-Stadion erwartete man die Überraschungsmannschaft der bisherigen Saison. Der Aufsteiger ZFC Meuselwitz war bis vor dem Spiel noch ungeschlagen und stand auf Platz 3. Warum das so ist, konnte man im Spielverlauf gut erkennen.

Bei der Flutlichtpremiere der Zipsendorfer erwischten ausgerechnet die Gäste den besseren Start. Der Spielmacher der Thüringer Hausdörfer Hausdörfer setzte den Stürmer Weiß gekonnt in Szene. Dieser ließ sich die Chance nicht entgehen und schob die Kugel am recht unmotiviert herauslaufenden Matthias Küfner vorbei ins hallesche Tor. Die rund 100 mitgereisten Meuselwitzer Fans konnten sich freuen. Der Rest der stattlichen Kulisse von insgesammt 2.620 Zuschauern stand mit offenem Mund da.

Der HFC reagierte nicht unbedingt geschockt. Es wurde sofort versucht, das Ruder an sich zu ziehen und schnellstmöglich nachzulegen. Die erste Chance ergab sich in der 8. Minute für Breitkopf. Doch im letzten Moment wurde er 6m vor dem Tor vom Ball getrennt. Es sollte für einige Zeit die einzigste Chance der Saalestädter bleiben. Der HFC blieb zwar optisch überlegen, war aber gegen die nun sich weit zurückziehenden Gäste recht einfallslos. Bälle wurden leichtfertig vergeben. Die Außen wurden fast sträflich vernachläßt. Dies war um so unerständlicher, da - wenn es denn mal gefährlich für den ZFC wurde - kamen die Hallenser über die Seiten.

In der 23. Minute muß Denis Koslov mit einer Zerrung das Spielfeld verlassen. Für ihn kommt Sven Hartmann herein. Besser wird das Spiel der Hallenser zunächst aber nicht. Im Gegenteil, Meuselwitz wird wieder mutiger. In der 37. Minute bringt Kwiatkowski das Leder nach Innen. Hausdörfer zieht ab, Matthias Küfner ist geschlagen. Doch Michel Petrick kann auf der Linie das 2:0 für die Gäste verhindern - gemeinsames Durchatmen auf den Rängen. Die Gäste nun absolut gleichwertig. Dennoch konnten die halleschen Fans noch vor der Pause jubeln. Irakli Gemazashvili gibt den Ball nach innen auf Tobias Große. Dieser hämmert den Ball aus 18m-Entfernung in die Maschen. Torwart-Fuchs Eckstein im Kasten von "Zipse" hatte keine Chance.

Mit einem gerechten Unentschieden ging es in die Kabinen. German Andreev muß geeignete Worte in der Halbzeitansprache gefunden haben. Der HFC kam wie die Feuerwehr aus der Kabine und übernahm sofort die Initiative.

In der 60. Minute scheiterte Nico Breitkopf aus etwa 8 Metern am Meuselwitzer Keeper. Kurz darauf Alexander Gleis den Ball per Hacke auf Sven Hartmann. Dessen Schuß bleibt aber an einem thüringischen Spieler hängen. Die Gäste jetzt in ihrer Hälfte gebunden, aber über Konter sehr gefährlich. Einer dieser Angriffe führt in der 69. Minute fast zur erneuten Führung der Zipsendörfer. Kotowski verstolpert aber glücklicherweise die Hereingabe von Kwiatkowski. Im Gegenzug auf diese Chance zieht Irakli Gemazashvili in seiner urtypischen Manier auf und davon. Seine scharfe Hereingabe spitzelt Alexander Gleis ins lange Eck (71.). Der Jubel kennt keine Grenzen. "CHEMIE - HALLE" schallt durch das weite Rund. Die Hausherren führen nun nicht unverdient.

Das Tor schien aber nicht die Hallenser zu beflügeln. Die Gäste machten von nun an Dampf. Halle konnte nur noch über Konter zu Chancen gelangen. Diese wurden aber recht kläglich versiebt (Ofodile, "Gema"). Auf Meuselwitzer Seite wurden die Chancen reihenweise versiebt. Matthias Küfner konnte sich mehrfach auszeichnen und sorgte somit für den Sieg und ganz wichtige drei Punkte. Die Zuschauer der Fankurve haben die Wichtigkeit des Sieges und auch die Schwere des Gegners völlig richtig erkannt und feierten Ihren HFC nach dem Spielende ausgiebig.

Bilder zum Spiel findet Ihr in unserer Galerie!


Stimmen zum Spiel (übernommen von MDR online):

Andreev (HFC): "Wir hatten viele Verletzte und mussten uns mit zwei Spielern der Reserve vervollständigen. Wir haben unsere spielerischen Mittel genutzt und am Ende den ZFC verdient bezwungen. In der dramatischen Schlussphase überließen wir Meuselwitz zu viel Raum. Zuvor hatten wir selbst viele Chancen vergeben. Ein Lob an Gemazashvili und unserem Torhüter Küfner."

Halata (ZFC): "Vor der Saison war die Konstellation eigentlich klar. Der HFC war einer der klaren Aufstiegsfavoriten und wir wurden als Absteiger Nummer eins gehandelt. Heute hatten wir den HFC am Rande eines Punktverlustes vielleicht sogar einer Niederlage. Nach dem 1:2 hatten wir noch gute Chancen. Ein Kompliment an meine Mannschaft."

So spielten beide Teams:

HFC: Küfner – Petrick, Miftari, Trehkopf, Kindling, Große, Krauß (90. Kamalla), Gemazashvili, Koslov (23. Hartmann), Breitkopf, Gleis (75. Ofodile)

ZFC: Eckstein – Baumann (3. Luft), Pinder, Bronec, Großmann, Kotowski (78. Graf), Hausdörfer, Dimter, Kwiatkowski, Weiß, Heim (46. Böhmke).

Tore: 0:1 Weiß (5.), 1:1 Große (42.), 2:1 Gleis (71.)

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