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Spielbericht zum 34. Spieltag / 22.05.2005 / Kurt-Wabbel-Stadion
Hallescher FC vs. FC Erfurt-Nord 3:0 (1:0)

Lauer Sommerkick im Kurt-Wabbel-Stadion...

Zum Abschluß der Saison erwarteten die 726 zahlenden Zuschauer einen versöhnlichen Auftritt des Halleschen FC. Es sollte zwar ein Sieg werden, doch die entgültige Versöhnung für die verkorkste Saison fand dann doch nicht statt.

Die Hausherren waren den bereits als Absteiger feststehenden Thüringern von Beginn an in fast allen Dingen überlegen, ohne jedoch richtig zwingend zu werden. Mit viel Stückwerk und wenig Spiel konnte man die sehr unsicher stehenden Erfurter zunächst nicht in Gefahr bringen. So plätscherte das Spiel vor sich hin. Doch mit der ersten richtigen Chance sollte sich das ändern. Michel Petrick dringt mit dem Ball zentral in den Strafraum ein, scheitert jedoch am Erfurter Keeper Fienhold. Den abprallenden Ball kann Sascha Kindling in die Maschen einschieben.

Wer jetzt allerdings dachte, jetzt beginnt das Spiel richtig, wurde getäuscht. Beim HFC bestimmte weiterhin Stückwerk das Geschehen. Mit aller Macht soll Denis Koslov zu Torschüssen gezwungen werden, um ihm noch die Torjägerkrone zu sichern. Doch immer wieder bleiben die Pässe in der Abwehr hängen. In der 34. Minute gibt es dann aber doch mal wieder einen Aufreger. Irakli Gemazashvili, heute einer der agilsten Hallenser, zimmert das Leder von links aus spitzem Winkel auf den Kasten. Doch Fienhold pariert glänzend.

So plätschert das Spiel dem Pausentee entgegen. Doch vor dem Pfiff des Schiedsrichters haben tatsächlich auch die Erfurter eine Möglichkeit. Janke scheitert aber am Matthias Küfner. So ging es denn mit einer 1:0-Führung in die Kabinen.

Mit dem Wiederanpfiff werden die Rot-Weißen aktiver, ohne jedoch Zählbares zustande zu bringen. Die Erfurter setzen auch weiterhin auf ihr Abwehrbollweek, wollen hier nicht zu hoch verlieren. Allerdings bringen sie sich durch merkwürdige Fehler in der Abwehr immer wieder selbst in Bedrängnis. Doch die Gastgeber ziehen hieraus keinen Nutzen.

So sind es denn die Erfurter, die nach einer mißglückten Flanke fast den Ausgleich erzielen. Matthias Küfner kann den langen Ball gerade noch über die Querlatte lenken. Jetzt hat Dieter Strozniak, der erneut die Verantwortung auf der HFC-Bank innehatte, genug und bringt für den nicht enttäuschenden Michel Petrick (ein anderer hätte es vielleicht auch getan) Robert Römer ins Spiel. Dieser sorgt mit seinen Antritten denn auch für Bewegung. Bei einer dieser Aktionen kann er nur noch durch ein Foul aufgehalten werden (77.). Den fälligen Freistoß zieht Irakli Gemazashvili zur Entscheidung ins Eck - ein Traumtor!

Die Thüringer geben sich nun vollends auf. So stolpert sich fünf Minuten vor dem Ende erneut "Gema" in den Strafraum. Uneigennützig legt er den Ball auf den völlig freistehenden Denis Koslov ab, der nur noch einschieben muß und doch noch zu seinem 23. Saisontreffer kommt. Damit wird es zwar nichts mit der Torjägerkrone, doch dies kann er vielleicht in der nächsten Saison nachholen.

Ohne viel nachzuspielen hatte der Schiedsrichter dann vom lauen Sommerkick auch genug und pfiff die Saison 2004/2005 ab. Den Männern vom FC Erfurt-Nord bleibt für die sportliche Zukunft ales Gute zu wünschen und beim HFC heißt es, schnell den Blick auf die neue Saison zu richten und die vergangene möglichst vergessen zu machen...
Bilder zum Spiel findet ihr hier!


Stimmen zum Spiel (übernommen von MDR online):
Jürgen Heun (Erfurt): "Es ging um nichts mehr. Meine Mannschaft hat versucht, hier etwas mitzuspielen. Dass uns der HFC überlegen sein würde, wussten wir vorher. Wir waren mit dem allerletzten Aufgebot hier. Ich bi froh, dass die Saison zu Ende ist. In den letzten Spielen war es sehr schwer, sich immer zu motivieren, um nicht unterzugehen."

Dieter Strozniak (HFC): "Das Schönste am Spiel waren die drei Punkte und die drei Tore. Das sagt ja schon viel. Wir haben es heute nicht geschafft, Koslov zum Torschützenkönig zu machen. Insgesamt war unser Spiel eher Ferien-Fußball."

So spielten beide Teams:

HFC: Küfner - Trehkopf, Gleis, Friedrich - Georg, Krauß, Kindling, Quiwzinsky (76. Große), Gemazashvili - Koslov, Petrick (70. Römer)

Erfurt-Nord: Fienhold - Frank, N. Janke, S. Huck, Heinrich – Keller, Klee, Lux, C. Huck (73. Vollmann) - M. Janke, Zyriax (80. Arnold)

Tore: 1:0 Kindling (17.), 2:0 Gemazashvili (77.), 3:0 Koslov (85.)
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