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04.12.2005 / Germerstadion, Magdeburg

15. Spieltag 2005/2006

1.FC Magdeburg - Hallescher FC 2:0 (0:0)



Gsundheitliche, berufliche und familiäre Gründe ließen es in diesem Jahr nicht zu, den Weg in die Elbestadt zu finden. Dafür gibt es hier den Bericht von MDR online.

»Der 1.FC Magdeburg hat das Chaos-Derby gegen den Halleschen FC gewonnen. Die Heyne-Elf siegte in der Partie mit zwei Spielunterbrechungen 2:0.

Im ausverkauftem Germer-Stadion entwickelte sich eine Partie mit wenigen Höhepunkten, Chancen blieben Mangelware. Nur Große hatte eine bessere Möglichkeit (6.), scheiterte bei seinem Zehn-Meter-Schuss aber am FCM-Keeper. Magdeburg hatte dann zwar zwischenzeitlich die größeren Spielanteile, fand aber keine Lücke in der starken Hallenser Abwehr.

In der zweiten Halbzeit musste das Spiel zwei Mal unterbrochen werden. Zunächst lieferten sich einige Anhänger leidenschaftliche Faustkämpfe, dann flog ein Feuerzeug aus dem Block der Magdeburger. Der Spitzenreiter entschied das Spiel binnen 120 Sekunden: Nach einer Ecke war es zunächst Kullmann, der aus Nahdistanz einschoss, wenig später erhöhte Pientak per Zehn-Meter-Flachschuss. Zuvor hatte Kreibich mit einem 13-Meter-Heber bereits die Lattenoberkante des Gästetores getroffen (49.). Der Hallesche FC intensivierte nun sein Bemühen und warf alles nach vorn. Gute Einschussmöglichkeiten ergaben sich jedoch erst ganz spät: In der 90. Minute war es Wille, der nach einem Eckball ans Lattenkreuz köpfte.«

Das meinten beide Trainer:
Dirk Heyne (FCM): "Aufgrund der zweiten Halbzeit sind wir verdient als Sieger vom Platz gegangen. Da haben wir gezeigt, warum wir ganz oben stehen. Es ist natürlich ein schönes Gefühl, als Spitzenreiter in die Winterpause zu gehen. Dank an René Müller, dass er seine Mannschaft nach dem Abbruch wieder aufs Feld geschickt hat."
Rene Müller (HFC): "Magdeburg war in der Anfangsphase zu verspielt. Wir hatten eine gute Startphase und hätten das in Tore ummünzen müssen. Durch lapidare Fehler im Mittelfeld haben wir dann den Faden verloren. Nach der Unterbechung hatten wir aber noch unsere Chancen. Der Sieg der Magdeburger geht aber absolut in Ordnung."

So wurde gespielt:

VfB: Wohlfahrt - Busse, Müller (85.Gäbler), Krause, Walther - Hurt (89. Schmied), Wiegand, Woitha, Wolter - Förster, Kühne
HFC: Küfner - Tews, Trehkopf, Friedrich, Zahorec - Georg, Quidzinski (46.Scherz), Walle - Petrick, Gleis, Römer

Tore: 1:0 Kullmann (67.), 2:0 Pientak (69.)

Zuschauer: 4.990

An anderer Stelle schreibt der MDR zum Spiel und den Ereignissen im Umfeld folgendes:

»Der Sieg der Elbestädter war wegen der cleveren Chancenverwertung verdient. Der Erfolg hat allerdings einen mehr als bitteren Beigeschmack. Minutenlange Ausschreitungen überschatteten die Partie. Immer wieder kam es zu Prügeleien auf den Rängen. Eine Glasflasche und andere Gegenstände flogen auf den Rasen. Als kurz vor dem Abpfiff aus dem Magdeburger Fanblock unter anderem ein Feuerzeug flog, stand die Partie vor dem Abbruch.

Schiedsrichter Helmut Bley beließ es aber bei einer zehnminütigen Unterbrechung. "Es sollte nach außen ein Zeichen gesetzt werden. Die Zuschauer sollten merken: Irgendwann ist auch mal Schluss", sagte der Referee dem MDR FERNSEHEN. Unverständnis gab es, warum einige Magdeburger Anhänger trotz 2:0-Führung randalierten. FCM-Kapitän Mario Kallnik: "Wir haben eigentlich tolle Fans. Aber leider gibt es auch immer ein paar Idioten darunter." HFC-Trainer René Müller verurteilte schon mal vorab die Berichterstattung über die Auswüchse am Spielfeldrand. "Vielleicht wird über diese Sachen auch zu viel berichtet. Es kann nicht sein, dass man solchen Leuten ein Podium bietet. Man muss die Randalierer ausblenden und abstrafen. Sie gehören weggeschlossen", sagte Müller.«

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