Kühne Optimisten hatten vor dem Spiel des Halleschen FC gegen Oberliga-Schlusslicht VfB Sangerhausen auf einen klaren Heimsieg von Chemie getippt. Doch die Zweifel überwogen letztendlich, hatte Rot-Weiß daheim zu oft enttäuscht. Heute war das gegen extrem harmlose Rosenstädter total anders. Am Ende waren die Gäste mit nur vier Gegentoren noch gut bedient, über die doppelte Anzahl hätten sie sich auch nicht beklagen dürfen.
Von Beginn an versuchte der Hallesche FC, dem Abwehrbollwerk des VfB Sangerhausen mit einem gefälligen Aufbauspiel zu begegnen. Maik Kunze hatte denn auch rasch die erste Möglichkeit, doch der ehemalige HFC-Keeper Bölke verhinderte den Rückstand für sein jetziges Team. Auf der anderen Seite stimmte die Kommunikation zwischen Darko Horvat und David Bergner nicht, doch der hallesche Keeper löste die einzige brenzliche Situation der ersten Hälfte ganz locker. Nach diesen ersten 10 Minuten spielte nur noch eine Elf - die des Gastgebers. So überlegen aufspielend hat man Chemie im Kurt-Wabbel-Stadion lange nicht gesehen. Lohn der Bemühungen sind weitere Möglichkeiten. Eine davon nutzt Kevin Kittler. Nach einer Ecke donnert er das Leder aus etwa 10 Metern von halblinks unhaltbar in die Glückseligkeit (15.).