
20.04.2008 / VfB-Stadion, Auerbach
23. Spieltag 2007/2008
VfB Auerbach vs. Hallescher FC 1:2 (0:1)
Der Hallesche FC hat erneut seine Vormachtstellung auf fremden Plätzen unter Beweis gestellt. Beim VfB aus Auerbach siegte die Köhler-Elf mit 2:1. Dabei spricht einzig das Ergebnis für die Gastgeber. Über eine höhere Niederlage hätten sich die Schwarz-Gelben nicht beschweren brauchen. Doch der Reihe nach.
1.100 Leutchen hatten den Weg ins Auerbacher VfB-Stadion gefunden. Neben etwa 300 HFCern waren natürlich auch die wachsamen Augen des NOFV mit von der Partie. Vielleicht gibt es ja wieder etwas böses von den HFC-Fans zu hören. Doch hier muss die Enttäuschung erneut groß gewesen sein. Die rot-weiße Fangemeinde feuerte das gesamte Spiel ihre Lieblinge an, begeisterte zu Beginn wieder mit einer tollen Choreo.
Die Mannschaft selbst schien den Schwung des Meuselwitz-Spiels irgendwo perfekt konserviert zu haben. Mit einem tollen Spielwitz wurde die Heimmannschaft teilweise schwindlig gespielt. So setzt sich Rene Stark, der heute den Vorzug für Kvichad Shubitidze erhielt, in der zehnten Minute über rechts durch. Er zieht das Leder perfekt in den Strafraum, wo Nico Kanitz bereits wartet. Der kleine Papa von "Pepe" köpft(!) ein. Fröhlich im Tor der Gastgeber hat nicht den Hauch einer Chance. Die frühe Führung bringt natürlich Sicherheit ins Spiel des HFC, der weiter an den Ketten zieht. Von Auerbach, immerhin drittbestes Heimteam, ist nicht viel zu sehen. Leidiglich über Standards versprüht der VfB so etwas wie Gefahr, auch wenn Darko Horvat diese eher als Rückgabe zu wertenden Schüsschen locker abfangen kann. Anders der HFC, der aber wie bereits im Spiel gegen Meuselwitz zu viele Chancen ungenutzt lässt. Thorsten Görke zieht aus knapp 20 Metern ab, doch sein Schuss ist zu unplatziert und somit keine Gefahr für Auerbachs Fröhlich. Auch Maik Kunzes Möglichkeiten sorgen nicht für den erlösenden zweiten Treffer. Somit geht es verdient, aber mit einer zu niedrigen Führung in die Kabinen.
Den Pausentee haben die Hausherren deutlich besser verdaut. Energischer möchten sie nun den Ausgleich erzielen, doch Halle ist immer wieder über Konter gefährlich. Doch mit der ersten richtigen Chance der Hausherren wird Darko Horvat im Tor des HFC überwunden. Weigl überläuft Jan Benes und zieht ab. Der Ball hoppelt auf dem schlechten Geläuf Richtung Horvat, der auch abtaucht. Doch kurz vor ihm springt das Leder höher und lässt ihm so keine Chance. Der Ausgleich bringt etwas Sand ins Getriebe. Knapp zehn Minuten haben die Vogtländer plötzlich Übergewicht. Doch Zählbares oder überhaupt Gefährliches bringen sie nicht zustande. So kann sich der HFC aus der Umklammerung wieder lösen und übernimmt wieder das Handeln. Doch erneut mangelt es an einer vernünftigen Chancenverwertung. Kevin Kittler schließt beispielsweise einen Konter ab, in dem er Fröhlich genau in die Arme schießt. Besser macht es da schon der eingewechselte Benedikt Seipel. Einen abgewehrten Ball nimmt der kleine Wirbelwind aus vollem Lauf von der Strafraumgrenze. Mit einem wunderschönen Schuss wird der Ball in die Maschen zur erneuten Führung befördert. Nun häufen sich die rot-weißen Chancen. Neubert ist zu ungenau, Kunze verzieht nur knapp. Es ist das einzigste, was derzeit an dieser Elf zu meckern ist: Die Elf von Sven Köhler braucht einfach zu viele Chancen, um einen Treffer zu erzielen. Doch gegen Auerbach reichen die zwei Tore, zumal Alexander Gröger für seinen bereits geschlagenen Schlussmann auf der Linie klärt. Mit diesem Erfolg sind die Hallenser seit nunmehr 7 Spielen ungeschlagen. Dank der Resultate auf den anderen Plätzen kann auch ein möglicher Drei-Punkte-Abzug den HFC nicht vom Platz an der Sonne verdrängen.
Womit wir bei einer nächsten Aktion der "bösen" HFC-Fans sind. Diese hatten kurzfristig nach Bekanntgabe der möglichen NOFV-Strafe die Idee, die Mannschaft zu einem Essen einzuladen. Innerhalb kurzer Zeit kamen hierauf 1.000,- Euro zusammen. Der entsprechende Scheck wurde der Mannschaft nach dem Spiel übergeben. Somit zeigen die Fans, dass sie sich Ihre Einheit zum Team und den gemeinsamen Traum von der Qualifikation zur neuen Regionalliga nicht von irgendwelchen Dumme-Sprüche-rufenden Idioten kaputt machen lassen. Wir alle sind die rot-weiße HFC-Familie, welche es zu erhalten gilt. Den Reaktionen des Teams nach kam diese Geste bestens an. Schade ist allerdings, dass diese Aktion keine Erwähnung im MDR-Bericht fand. Spricht man über die Beobachtung (oder sollte man es besser Belauerung) durch den NOFV, gehören diese Zeichen auch mit ins Bild der Öffentlichkeit. Leider wurde es (mal wieder) versäumt, objektiv zu berichten, schade.
Bilder vom Spiel und dem Drumherum sind hier zu finden!Das meinten die Trainer:
Steffen Dünger (VfB):"Die Partie haben wir in der ersten Halbzeit verloren. Da haben wir zu zaghaft und zu ängstlich gespielt. Mit der zweiten Halbzeit war ich dann zufrieden."
Sven Köhler (HFC):"Wir sind mit gehörigem Respekt nach Auerbach gefahren. Am Ende war unser Sieg vielleicht twas glücklich. Aber auch auf Grund der starken ersten Halbzeit auch verdient."
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So spielten beide Teams:
VfB Auerbach:Fröhlich - Schuster, Saalbach, Gorschinek, Vogel, Wieland, Dressel (52. Pfoh), Weigl, Tomoski (69. Düring), Schuch, Wemme
Hallescher FC:Horvat - Benes, Gröger, Werner, Stark, Kanitz (68. Seipel), Kamalla, Kittler, Görke (82. Finke), Kunze, Neubert
Tore; 0:1 Kanitz (10.), 1:1 Weigl (58.), 1:2 Seipel (75.)
Zuschauer: 1.100 (darunter ca. 300 HFCer)