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Die Feiern können geplant werden 11.05.2008 / Kurt-Wabbel-Stadion, Halle (Saale)

26. Spieltag 2007/2008

Hallescher FC vs. VfB Germania Halberstadt 2:1 (1:1)



Wären nicht die vom NOFV möglicherweise verhängte Strafe von drei Punkten, die Fans des Halleschen FC wären am heutigen Tag aus dem Feiern nicht mehr herausgekommen. Mit einem 2:1 über den Sachsen-Anhalt-Rivalen VfB Germania Halberstadt hielt Chemie nicht nur die Tabellenspitze, sondern auch seinen Vorsprung von nunmehr 12 Punkten auf Rang 4.

Das Spiel begann mit einem typischen Thorsten-Görke-Paukenschlag. Rene Stark wurde bereits nach drei Minuten auf Höhe der rechten Linie des Strafraums in etwa 30 Metern Entfernung gelegt. Dem fälligen Freistoß nahm sich natürlich Thorsten Görke an. Flach zieht das Leder unhaltbar ins linke Eck des Gästetores. Mit der Führung nach drei Minuten sollte man Sicherheit im Spiel erwarten. Beim HFC schlug diese in ein Verwalten um. Man überließ Halberstadt das Geschehen auf dem Platz. Doch die "Würstchenstädter" nutzten Ihre Möglichkeiten zunächst nicht. Freistöße landeten am Außennetz oder wurden einen Beute von Darko Horvat. Doch in der 25. Minute war auch der Kroate machtlos. Sommermeyer wird völlig angelassen, so dass er unbedrängt den halleschen Torwart überköpfen kann. Mit dem Ausgleich hatte man im Rund des Kurt-Wabbel-Stadions das Gefühl, dass Chemie wieder in alte Zeiten verfallen könnte. Doch die halleschen Kicker, die mit den Gedanken vielleicht bereits beim großen Landespokalfinale am kommenden Mittwoch waren, erkämpften sich mühevoll wieder ein Gleichgewicht. Nun gab es prompt auch wieder eine Möglichkeit. Doch Thomas Neuberts Kopfball wird noch aus der Gefahrenzone geschlagen. So geht es mit dem 1:1-Unentschieden in die Kabinen.

Mit der Rückkehr auf den Rasen übernahmen die Hausherren endlich wieder das Kommando. In der 53. Minute verwirrten die Rot-Weißen ihre Gegenspieler, als nicht etwa Thorsten Görke den Ball nach einem Freistoß Richtung Tor schlug. Vielmehr zirkelte der am heutigen Tag in den meisten seiner Aktionen sehr schwach agierende Kvihad Shubitidze die Kugel nach innen. Maik Kunze verlägert per Kopf und Kevin Kittler donnert den Ball in die Maschen. Wieder ist der HFC in Führung. Diesmal zogen sich die Hausherren aber nicht zurück. Auch wenn das Spiel ausgeglichen blieb, so hatte der HFC nun doch die besseren Möglichkeiten. So scheiterte beispielsweise Rene Stark mit einem Schuss von der Strafraumgrenze (67.). Zwei Minuten später hatten die Gäste vom Harzrand ihre einzige richtige Chance der zweiten Hälfte. Doch Steffkes Schuss zieht am Tor vorbei. In der 73. Minute schien die Entscheidung fällig. Der Halberstädter Gerlach klärt einen Schuss vom stark spielenden Marco Hartmann in bester Torwartmanier. Doch im Tor der Germania steht Kischel. Die logische Konsequenz vom extrem ungleichmäßig pfeifenden Schiedsrichter war die rote Karte und ein Elfmeter. Thorsten Görke nimmt sich das Leder und will links einschießen. Doch Kischel ist in der richtigen Ecke und verhindert den Einschlag. Damit erhielten die Gäste ein positives Signal. Alle Bemühungen blieben jedoch ohne Erfolg. Das merkten auch die halleschen Fans in der Arena. Weit vor Abpfiff der Partie skandierten sowohl Fankurve als auch Tribüne: "Ole, ole - Oberliga ade!" Am Ende blieb es beim glücklichen, aber letztlich durchaus verdienten Erfolg für den Spitzenreiter, dem der Aufstieg trotz aller möglichen Entscheidungen durch die Sportrichter nicht mehr zu nehmen sein dürfte.

Bilder vom Spiel und dem Drumherum sind hier zu finden.


Das meinten die Trainer:
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Andreas Petersen (VfB Germania Halberstadt):

"Wir beide, der Sven und ich, sind noch etwas aufgewühlt. Der Sven vor Freude und ich vor Ärger. Zunächst einmal meinen Glückwunsch an den HFC. Besonders an meinen Kollegen, der hier bislang eine sehr tolle Arbeit gemacht hat. Ich denke, mit dem heutigen Sieg ist Halle durch. Dafür wünsche weiterhin ich alles Gute. Zum heutigen Spiel möchte ich sagen, dass wir dem Gegner mehr als ein ebenbürdiges Spiel geboten haben. In der ersten Halbzeit, und da bin ich nicht überheblich, hatten wir mehr als 70% Spielanteile. Damit hatten wir uns den Respekt verschafft, den man uns schon im Vorfeld gegeben hatte. Das wussten wir auch. Ich denke auch, der Sven ist ein ausgezeichneter Taktiker, der genau um unsere Stärken gewusst hat. Er wusste eben, wenn seine Mannschaft das Spiel aufmacht, dann sind unsere Möglichkeiten, ein Tor zu machen, weitaus höher. Mit dem frühen 1:0 waren die Karten für den HFC eigentlich gelegt. Aber Hut ab für meine Mannschaft. Wir haben den Gegner doch beeindruckt. Ich sah gute Kombinationen meiner Mannschaft und auch drei, vier erfolgversprechende Torchancen. So haben wir auch völlig verdient das 1:1 gemacht. Wenn der HFC nicht einige Ecken und Einwürfe gehabt hätte, wäre nicht viel von ihm zu sehen gewesen. Aber zum Fußball zählen eben auch Standardsituationen. Das ist eine Stärke, die man immer mehr in den Blickpunkt stellen sollte. In der zweiten Halbzeit litt das Spiel zu sehr unter den kleinlichen Entscheidungen des Schiedsrichterkollektives. Besonders auf der rechten Seite bekam der HFC jeden Einwurf und jeden Freistoß. Das hat allerdings nichts damit zu tun, dass der HFC verdient gewonnen hat. Wer ein Tor mehr macht als Halberstadt, hat letztendlich auch das Spiel verdient gewonnen. So geht das 2:1 in Ordnung. Wir hatten dann noch das Glück, dass der Elfmeter nicht rein gegangen ist, sonst wären wir vielleicht noch abgewatscht worden. Aber man hat heute schon gemerkt, dass Halle heute beeindruckt war und vor uns Respekt hatte. Bei dem einen oder anderen HFC-Spieler war sogar etwas Angst zu erkennen. Wie schon gesagt, das Spiel verflachte in der zweiten Halbzeit etwas. Das Tempo war sehr hoch, so wie auch die Temperaturen."

Sven Köhler (Hallescher FC)"
"Ich freue mich, dass wir das Spiel 2:1 gewonnen haben. Am Ende war das auch verdient. Natürlich hat uns das frühe 1:0 in die Karten gespielt. In der Phase nach dem 1:0 waren wir zu inaktiv. Da haben die Halberstädter einen sehr ordentlichen Fußball gespielt. Das ist zweifellos anerkennenswert. So war es zur Halbzeit ein völlig gerechtes Ergebnis. In der zweiten Halbzeit hatten wir uns das 2:1 durchaus verdient. Zudem haben wir noch einen Elfmeter verschossen. So ging das Ergebnis eben auch in Ordnung. Das es schwierig wird und dass auf der Zielgeraden der Eine oder Andere schon weiter denkt, dass ist einfach so im Fußball. Ich freue mich auch, dass wir die zwei Umstellungen gemeistert haben. Alle anderen Mannschaften signalisieren immer wieder ihre Probleme mit Verletzten. Man meint, wir wären in der Liga die Einzigsten, die mit der Stammformation durchspielen können. Dies sehe ich ganz und gar nicht so. Auch wir haben Ausfälle zu verkraften. So fehlt uns mit David Bergner ein ganz wichtiger Spieler. Dann hatten wir auch die Entscheidung mit dem Sportgerichtsurteil. Auch Milan Janecek fehlt uns schon die gesamte Rückrunde wegen einer Verletzung. Milan steht immerhin noch immer an dritter Stelle unserer Torschützenliste. Darüber redet heute überhaupt niemand mehr. Da möchte ich anmerken, dass die Leute, die ihre Chance bekommen haben, diese auch nutzten. Marco Hartmann bot heute eine sehr ordentlich Partie. Dies habe ich ihm unmittelbar nach dem Spiel auch gesagt. Unser Spiel nach vorn war aber heute insgesamt nicht so druckvoll. Deshalb war es für „Schubi“ auch nicht so einfach, dort herauszuragen. Ich habe „Schubi“ deshalb auch nicht schwach spielend gesehen. Wir waren heute offensiv nicht ganz so gut, wie wir das schon waren. Aber es hat am Ende zum Sieg gereicht und dies ist wichtig."

So spielten beide Teams:

Hallescher FC:

Horvat - Werner, Gröger, Kamalla, Hartmann, Kunze (89. Petrick), Görke, Kittler (70. Finke), Stark, Shubitidze (67. Seipel), Neubert

VfB Germania Halberstadt:
Kischel - Kopp (83. Binsker), Gottwald, Saalbach, Riedel, Plock (89. Pfeffing), Luck, Sommermeyer, Gerlach, Stefke, BanserTore: 1:0 Görke (3.), 1:1 Sommermeyer (25.), 2:1 Kittler (53.)

Rote Karte: Gerlach (VfB/73.)

Besondere Vorkommnisse: Thorsten Görke scheitert mit Elfmeter an Kischel (73.)

Zuschauer: 2.017

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