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Betretene Mienen bei den Spielern des HFC nach dem unglücklichen Unentschieden 30.09.2007 / bluechip-Arena, Meuselwitz

7. Spieltag 2007/2008

ZFC Meuselzitz - Hallescher FC 2:2 (0:1)



Vor der Reise nach Meuselwitz wäre man mit einem Punkt zufrieden gewesen, zumal sich der ZFC in den letzten Jahren zu einem Angstgegner entwickelt hat. Insbesondere in der bluechip-Arena konnte der Hallesche FC bisher nicht gewinnen. Nach Ablauf der heutigen 90 Minuten kann man über das Ergebnis nur den Kopfschütteln. In den letzten 10 Minuten wussten die Rot-Weißen, die heute im Dunkelblau auftraten, gar nicht, wie ihnen geschah. Nach überlegenem Spiel, wobei die meiste Zahl gar in Unterzahl gespielt wurde, musste man am Ende doch nur mit einem Punkt bewappnet die Heimreise antreten. Doch der Reihe nach.

Knapp 1.600 Leutchen hatten den Weg in die bluechip-Arena gefunden. Aus der Saalestadt waren etwa 500 den HFC unterstützende Fans angereist. Doch diese mussten mit dem Anpfiff erstmal durchatmen. Miltzow war durchgebrochen, doch Darko Horvat klärt noch in der ersten Spielminute sicher. Der hallesche Torhüter wurde hart angegangen, konnte aber glücklicherweise weiterspielen. Auch der Ex-Hallenser Nico Scherz kann das hallesche Tor nicht treffen. Wenn es hier 0:2 steht, beschwert sich keiner. Doch nach 10 Minuten "Ins-Spiel-finden" übernahmen die Gäste das Zepter dieser Begegnung. Bergner, der am Ende zur tragischen Figur werden sollte, verfehlt per Kopf das Gehäuse der Zipsendorfer. Dann der vermeintliche Nackenschlag für die Hallenser. Jan Benes sieht nach einem Foulspiel seine zweite gelbe Karte und darf bereits nach 25 Minuten duschen gehen. Schade, dass der Schiedsrichter diese Konsequenz nicht auch auf der Gegenseite zeigte. Allein Hebestreit hätte für seine Fouls das gleiche Resultat erhalten müssen. Doch dieser hatte beim Plauener Referee scheinbar Narrenfreiheit. Diese mehr als unglückliche Ansetzung eines Plauener(!) Schiedsrichters bei zwei Mitaufstiegskonkurrenten des dortigen VFC sollte zumindest die Heimmannschaft in diesem Zusammenhang bevorteilen. Sei\'s drum, 65 Minuten Unterzahl stand Chemie bevor. Wer glaubte da noch an was Gutes. Doch diese gelb-rote Karte brachte für die Hausherren keinen Auftrieb, Chemie bestimmte weiter die Szenerie. Nach 32 Spielminuten bringt Torsten Görke einen seiner weiten Einwürfe in den Strafraum. Das Leder wird nochmal verlängert und Milan Janecek stochert die Kugel zur Führung in die Zipsendorfer Kiste. Mit der mehr als verdienten Führung geht es nun in die Kabine.

Mit dem Seitenwechsel änderte sich die Spielrichtung, aber nicht die Überlegenheit der Hallenser. Meuselwitz vollführt eher Verlegenheitsangriffe. So kommt, was sich weiter andeutet. Knapp zwanzig Minuten vor dem Ende setzt sich Juraschek halblinks durch und trifft aus 14m im Fallen flach ins rechte Eck. Alles sieht nach der Entscheidung aus, denn dem Gastgeber fällt weiter nicht viel ein. Doch sie schaffen es irgendwie doch in Richtung Horvat-Tor zu gelangen. Neun Minuten vor dem Ende gibt es Eckball für die Gastgeber. Im Gewühl geht das Leder von Bergners Rücken ins Tor. Oder waren es doch Hebestreits Haarspitzen? Plötzlich stand es 1:2. Es sollte für Chemie aber noch schlimmer kommen. Buchstäblich in letzter Sekunde wird Bergner durch einen Pass von der Grundlinie zur tragischen Figur. Er lenkt das Leder zum Ausgleich ins eigene Tor. So haben die Hallenser einen bereits sicheren Sieg verschenkt. Erneut reichte es in der Zipsendorfer Arena nicht zu den erhofften drei Punkten. Dennoch ein großes Kompliment an die Köhler-Elf, welche sich trotz 65minütiger Unterzahl hervorragend präsentierte. Schade, dass das entgültige Glück noch nicht den Einzug an der Saale gehalten hat...

Bilder vom Spiel und dem Drumherum sind hier zu finden


Das meinten beide Trainer:

Harald Haese (Meuselwitz): "Wir müssen mit dem Punkt natürlich mehr als zufrieden sein. Wenn der Ausgleich so kurz vor dem Schluss passiert, ist es fast wie ein Sieg für uns. Aber es ist eben nur ein Zähler. Wir wussten, dass es ein schweres Spiel wird. Aber wir haben gegengehalten und sind nach dem 0:2 zurückgekommen. Kompliment an die Mannschaft, die sich bis zum Schluss nie aufgegeben hat."

Sven Köhler (Halle): "Nach so einem Spiel und dem späten Ausgleich fühlt man sich immer schlecht und denkt, man hat verloren. Kompliment aber an meine Jungs, die eine Stunde in Unterzahl sehr gut standen und nur wenig zugelassen haben. Zudem setzten wir drei, vier sehr gute Konter. Das 2:2 ist dann natürlich ärgerlich. Die Meuselwitzer haben aber auch nie aufgegeben und bis zum Ende gekämpft."

So spielten beide Teams:

ZFC Meuselwitz:

Eckstein - Kotowski, Bronec, Dimter, Mees - Weinert (69. Kwiatkowski), Scherz (62. Fischer), Graf (46. Weis), Gemazashvili - Hebestreit, Miltzow
Hallescher FC:
Horvat - Werner, Bergner, Gröger, Benes (25. GR) - Görke, Kittler, Shubitidze (87. Reich), Kanitz - Kunze (55. Juraschek), Janecek (57. Petrick)

Tore: 0:1 Janecek (33.), 0:2 Juraschek (72.), 1:2 Hebestreit (80.), 2:2 Bergner (90./ET)

Gelb-Rote Karte: Benes (25./HFC)

Zuschauer: 1.574

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