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01.11.2008
Erfolgreiche PRO-STADION-AKTION vor Punkteteilung im Spitzenspiel

Erfolgreiche PRO-STADION-AKTION vor Punkteteilung im SpitzenspielEtwa 400 Stadionbefürworter haben sich heute um 11.00 Uhr trotz Kälte und Nebel auf dem halleschen Marktplatz eingefunden, um für ein neues saniertes Stadion in der Saalestadt einzutreten. Sie riefen die Stadt auf, endlich eine positive Entscheidung in Sachen Stadion zu treffen. Mehrere Stadträte sagten auf der gleichen Veranstaltung zu, im November den Weg für eine umfassende Sanierung des Kurt-Wabbel-Stadions freizumachen. Eine Unterschriftenliste kann noch immer auf unserer Startseite heruntergeladen werden. Gegen 12.00 Uhr machten sich die Fans in Richtung Stadion auf, um dem Spitzenspiel der fusballerischen Nummer 1 der Saalestadt gegen Holstein Kiel beizuwohnen.

im Stadion fanden sich dann etwas über 2.000 Leutchen ein, welche sich auf das Spiel Zweiter gegen Dritter freuten. Die erste positive Aktion in der Begegnung hatten die Hausherren. Thomas Neubert, heute leider wieder mehr mit sich selbst beschäftigt als wirklich effektiv, konnte seinen Kopfball nicht am Kieler Torhüter vorbeibringen. Anschließend hatten zunächst die "Störche" von der Ostsee mehr vom Spiel. Im Auffassen von Spielsituationen wirkten sie wacher und spritziger, doch an der Strafraumgrenze erstickten Ihre Offensivbemühungen. Alles, was doch durchkam, wurde von der in dieser Phase sicher stehenden Abwehr von Chemie abgefangen. In der Offensive agierte der HFC zu umständlich. Von Hebestreit oder Rene Stark war nichts erquickendes zu bekommen. Letzterer sorgte mit einem Schuß kurz vor dem Seitenwechsel wenigstens mal für ein Achtungszeichen. Dieses hatten zuvor bereits der erneut saustark spielende Nico Kanitz und Jan Benes gesetzt, deren Schüsse allerdings leider nicht das ersehnte Ziel fanden. Wiedereinmal fehlen in dieser Aufzählung Stürmer. Thomas Neubert fiel, wie bereits geschrieben, mehr durch merkwürdiges Herumstolpern als durch konstruktives Spiel auf. Ein dahinter agierender Ronny Hebestreit war gar nicht zu sehen. So langsam scheint der Ex-Topscorer aus Erfurt zum Fehleinkauf à la Sixten Veit zu mutieren. Hier ist Sven Köhler bei der künftigen Aufstellung gefordert, Änderungen einzuführen.

Torlos ging es in die Kabinen. Auch wenn die vorherigen Worte recht hart klangen, so richtig schlecht war der HFC trotz der Kritik nicht. Vor allem kämpferisch konnten die Rot-Weißen gegen spielerisch starke Kieler gegenhalten.

Mit dem Seitenwechsel erlöste Sven Köhler die blassen Rene Stark und Pavel David und brachte dafür Maik Kunze und Kevin Kittler ins Spiel. Der erstgenannte hatte dann auch entscheidenden Anteil, dass die Hallenser in der 50. Minute in Führung gehen konnten. Clever setzte er einem Kieler Abwehrspieler nach und wurde von diesem an der Eckfahne gefoult. Den Freistos bringt Thorsten Görke nach innen. Jan Benes springt am Höchsten und wuchtet das Leder per Kopf in die Maschen. Der Jubel im alterwürdigen Kurt-Wabbel-Stadion kennt natürlich keine Grenzen. Doch nur zwei Minuten später kehrte Ernüchterung ein. Die Gäste aus Kiel konnten einen Angriff eher kläglich abschließen, das Geschehen schien geklärt. Doch zur Überraschung aller ertönte plötzlich ein Pfiff und der Unparteiische zeigte auf den Elfmeterpunkt. Ratlose Blicke im Stadion: Was war passiert? Selbst die Fernsehbilder bringen nicht die richtige Aufklärung. Kevin Kittler soll seinen Gegenspieler in einer Aktion, welche im Spiel hundertmal vorkommt, gehalten haben. Wenn dies die Maßstäbe sind, ëntwickelt sich Fußball immer mehr zur körperlosen Sportart hin. Sorry, Herr Kempter, mit dieser Entscheidung haben Sie maßgeblich den Spielverlauf beeinflusst. Überhaupt wirkten Sie als Bundesligaschiedsrichter in diesem Spiel der vierten(!) Liga äußerst stark verunsichert. Nicht nur diese Elfmetersituation brachte die rot-weiße Fanseele zum Kochen.

Auch beim Team schien dieser unserer Meinung nach ungerechtfertigte Elfmeter eine Wut auszulösen. Plötzlich spielte nur noch Chemie und erarbeitete sich mehrere gute Möglichkeiten. Leider war aber bei dieser Sturmschwäche einfach kein Treffer mehr drin. Auch die Erlösung von Thomas Neubert mit der Einwechslung von Christian Beck brachte keine Änderung. Der lange Stürmer hatte aber kurz vor Ende die Entscheidung auf dem Kopf, fand aber nur die Arme des Kieler Torhüters. Erstaunlich blass blieben die Offensivbemühungen der selbsternannten Aufsteigsaspiranten aus Kiel. Warum beide Teams an der Spitze mitkicken, erschließt sich nach diesem Spiel nicht so richtig.

Bilder von der DEMO und dem Spiel sind hier zu finden!


Das meinten beide Trainer nach dem Spiel:

Peter Vollmann (Kiel):

"Wir haben auf schwerem Boden ein sehr interessantes Spiel gesehen. In der ersten Halbzeit waren wir tendenziell besser. In der zweiten Hälfte war Halle total gleichwertig. Wir sahen dann ein richtig gutes Spiel mit attraktivem Fußball. Da war alles drin. Das 1:1 wird den Spielanteilen gerecht."

Sven Köhler (HFC):
"Kiel ist eine sehr gute Mannschaft. Das haben wir heute vor allem in der ersten Halbzeit ganz deutlich gesehen. Da spielten sie den geschliffeneren Fußball. In der zweiten Hälfte sind wir über den Kampf ins Spiel gekommen. Die Partei wogte hin und her. Wir haben am Ende alles versucht, aber es hat nicht gereicht. Das Ergebnis geht so in Ordnung."

So spielten beide Teams:

Hallescher FC:

Horvat - Schubert, Kamalla, Gröger, Benes, Re. Stark (46. Kittler), Görke, Kanitz, Hebestreit, David (46. Kunze), Neubert (78. Beck)

Holstein Kiel:
Frech - Hummel, Boy, Schyrba, Großöhmichen, Rohwer, Lartey, Nouri, Jürgensen (60. Petersen), Wulff (46. Siedschlag), Hoffmann (88. Brückner)

Tore: 1:0 Benes (50.), 1:1 Nouri (52./FE)

Zuschauer: 2.212 (darunter ca. 60 Gästefans)



Dein Kommentar dazu:


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talimo schrieb am 04.11.2008 um 16:58 Uhr:
Das war Nico Kanitz.

"Zu dunkel" ist es erst dann, wenn man von einem Tor nicht mehr richtig zum nächsten schauen kann. Ich bin auch mal gespannt, wie sich die Anstoßzeiten noch entwickeln. Für's Zuschauen dürfte es in Hälfte zwei sonst immer enger werden...

laopan schrieb am 04.11.2008 um 08:11 Uhr:
Bis es mit einem neuen Stadion so weit ist, sollte man vielleicht Taschenlampen oder noch besser Stirnlampen an die Akteure verteilen (farblich differenziert natürlich). Gibt es eigentlich einen Richtwert, ab wann es "zu dunkel" für ein reguläres Fußballspiel ist?
Schade, dass die schöne Flanke kurz vor Schluß (wie heißt der Mann?) nicht den Weg ins Tor fand! Das war in meinen Augan die schönste Aktion des Spiels.




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