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24.11.2008
HFC feiert glücklichen zweiten Heimsieg

HFC feiert glücklichen zweiten HeimsiegAm vergangenen Wochenende hatte unser Webmaster nicht die übliche Zeit, um sich wie gewohnt um diese Seiten zu kümmern. Deshalb kommt der Bericht zur Demonstration "PRO KWS" (wie berichten später etwas genauer) und zum Spiel der Rot-Weißen gegen den Hamburger SV II erst am heutigen Montag. Für letzteres nutzen wir an dieser Stelle die Worte der Offiziellen Webseite des HFC:

"Der Winter hatte in der Nacht zum Samstag Einzug gehalten, die Rasenfläche im KWS war grenzwertig aufgeweicht, doch das Spiel wurde angepfiffen. Eine Partie, in welcher der zweite Heimsieg unserer Rot-Weißen gelingen sollte. Dass dieser kein Selbstläufer werden würde, war wohl allen klar. Aber dass die Hamburger Bundesliga-Reserve so spielstark beginnen würde und schon nach 20 Minuten die Begegnung zu ihren Gunsten hätte entscheiden können, glaubten wohl die Wenigsten.
Die 'Rothosen' setzten auf Offensive und imponierten damit den Hallensern von Beginn an. Kaum hatte die Stadionuhr eine Umdrehung hinter sich, war der Ball schon fast im HFC-Tor. Doch dies hütete der zur Zeit wohl beste Torhüter der Regionalliga Darko Horvat. Der 35jährige parierte in großer Manier eine Kopfballrakete von Dani Schahin (1.). 120 Sekunden später zappelte das Leder dann doch im rot-weißen Netz. Wieder war es der 19jährige Hamburger U19-Nationalspieler, der per Kopf traf. Der Schiedsrichter ahndete jedoch ein vorangegangenes Foulspiel und gab das Tor nicht. Nach rund zwölf Minuten HSV-Jugend-Power näherte sich auch der HFC endlich einmal dem Gästetor, als 'Görks' einen weiten Freistoß auf den Hinterkopf von 'Hebe' hievte, der aber aus knapp 6 m Entfernung das Tor verfehlte. So sehr sich die Köhler-Schützlinge auch mühten, sie konnten gegen die Hamburger-Fußball-Schau nur mit Kampfgeist überzeugen und kamen über diese Tugend so langsam ins Spiel. Doch der HSV ließ nicht locker und nutzte seine dritte klare Chance (15.) zur verdienten 1:0-Führung. Fast von der rechten Seitenauslinie schlug Christian Groß einen Freistoß auf den langen Pfosten, wo der am Ende überragende, nur 1,63 m große, Joseph Olumide per Kopf verwandelte. Mit enormen Kampfgeist erreichte der HFC wieder ein optisches Gleichgewicht. Nach einer scharf herein geschlagenen Ecke von 'Görks' drückte Maik Kunze (24.), mit Unterstützung eines HSV-Abwehrspielers, den Ball zum 1:1-Ausgleich über die Linie. Die Anfangs hypernervöse HFC-Abwehr stabilisierte sich zusehends, so dass es zum Halbzeitpfiff ein gerechtes, wenn auch aus Sicht des HFC etwas glückliches, Unentschieden gab.

Beide Mannschaften kamen nach dem verdienten Pausentee unverändert auf die stark strapazierte Rasenfläche zurück. Zunächst bestimmten die Gastgeber die Szenerie, ohne sich eine ernsthafte Torchance zu erarbeiten. Die Hamburger schienen mit dem Zwischenresultat zufrieden zu sein und warteten ab. Aber eine Defensivtaktik hatten sie wohl an diesem Tag nicht parat und stürmten zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff wieder munter nach vorn. Der kreuzgefährliche Dani Schahin besaß dann in der 54. Minute auch eine große Möglichkeit zur erneuten HSV-Führung, aber am langen Pfosten wartend verpasste er per Kopfball nur knapp das Tor. Der HFC kämpfte und rackerte, doch nur wenige der hart erkämpften Bälle im Mittelfeld fanden im anschließenden Passspiel den eigenen Mitspieler. Die Rot-Weißen gaben nicht auf und hatten schließlich Erfolg. Der Ex-Cottbuser Phillipp Unversucht holte im eigenen Strafraum Thomas Neubert (55.) von den Füßen. Ohne zu zögern entschied der Schiedsrichter auf Foulelfmeter. René Stark versenkte das Leder flach ins linke Toreck, der HFC führte nun mit 2:1. Ein Ergebnis, was sicherlich nicht dem aktuellen Spielverlauf in Bezug auf den Ballbesitz entsprach, aber auch nicht unverdient war. Die Hamburger gaben nun gezwungenermaßen den allerletzten Defensivgedanken auf und bedrängten unentwegt das HFC-Gehäuse. HFC-Coach Sven Köhler musste jetzt seine Abwehr stabilisieren und nahm den unglücklich agierenden René Stark aus dem Spiel. Für „Starki“ kam Steve Finke (62.) in die Partie. Die nächste große Szene gehörte dann einem HFC-Spieler, der noch gar nicht auf dem Platz stand. Als 'Stroze' Adli Lachheb aus der 'Aufwärmzone' hinter dem HFC-Tor zur Auswechselbank beorderte, genoss der Tunesier einen Riesenbeifall der Zuschauer. Alex Gröger musste das Feld räumen. Sven Köhler kommentierte diese Auswechslung nach dem Spiel mit folgenden Worten: „Wir hatten in dieser Phase zu viele Kopfbälle verloren. Zudem häuften sich die gefährlichen Standardsituationen für den HSV. Da baute ich auf die Kopfballstärke von Adli. Aber Alex Gröger war keinesfalls ein Ausfall.“ Es war nicht der letzte Wechsel des Trainers, um seine Defensive noch zu stärken. Der HSV bestürmte weiter das HFC-Tor und stand mehrfach vor dem Ausgleichstreffer. Doch er scheiterte reihenweise am eigenen Unvermögen oder an Darko Horvat. Als dieser in der 80. Minute schon überwunden war, rettete Christian Kamalla auf der Torlinie. Zwei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit kam schließlich mit Kevin Kittler ein weiterer 'Sechser' herein, um die wertvolle 2:1-Führung über die Zeit zu bringen. In der 92. Minute hatte dann Nico Kanitz die endgültige Entscheidung zum 3:1 auf dem Fuß, aber der Ball ging aus 12 m Entfernung nur knapp am langen Pfosten ins Toraus. Der letzte Aufreger im Spiel fand dann jedoch wieder im HFC-Strafraum statt, in den auch HSV-Keeper Raphael Wolf geeilt war. Seine Kopfballablage, nach einem Freistoß von der rechten Seite, erreichte zwar einen Mitspieler, der Ball zappelte auch im Netz, doch der Treffer wurde aus einer klaren Abseitsposition erzielt. So blieb es beim viel umjubelten 2:1-Sieg für den HFC, der in den bisherigen 13 Regionalligapartien (7 Siege, 6 Unentschieden) weiter unbezwungen blieb und wieder auf den 3. Platz in der Tabelle kletterte."

Das meinten die Trainer nach dem Spiel:

Karsten Bäron (HSV II):

"Wir haben selten so eine unverdiente Auswärtsniederlage erlebt. Meine Mannschaft hat alles probiert und war klar das bessere Team. Unser großes Manko ist die Chancenverwertung. In den letzten fünf Spielen haben wir ca. 40 gefühlte klare Chancen vergeben. Daran müssen wir unbedingt arbeiten. Zu oft treffen meine Spieler die falsche Entscheidung."

Sven Köhler (HFC):
"Unser Sieg war zweifellos glücklich. Der HSV war die klar bessere Mannschaft und uns fußballerisch deutlich überlegen. Wir hatten von Beginn an große Probleme mit der offensiven Spielweise der Hamburger. Bei den Zweikämpfen standen wir zu oft von unseren Gegenspielern zu weit weg. Meine Mannschaft spielt seit Wochen am Limit. Heute konnten wir wieder mit unseren Tugenden, wie hoher Laufbereitschaft und enormer Einsatzwillen, überzeugen."

Aufgrund technischer und personeller Probleme müssen wir diesmal auf die gewohnten Fotos vom Spiel und dem Drumherum verzichten.

So spielten beide Teams:

Hallescher FC:

Horvat - Schubert, Kamalla, Gröger (67. Lachheb), Benes, Kunze, Re. Stark (62. Finke), Görke, Kanitz, Hebestreit (87. Kittler), Neubert

Hamburger SV II:
Wolf - Maier, Unversucht, Gorka, Haas, Olumide, Groß (77. H. Behrens), Keita, Kazior, Hahn, Schahin

Tore: 0:1 Olumide (15.), 1:1 Kunze (24.), 2:1 Re. Stark (54., FE)

Zuschauer:1.498 (darunter 21 Gästefans)





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