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13.09.2008
Wieder rot-weißer Jubel im neuen Stadion von Magdeburg!

Wieder rot-weißer Jubel im neuen Stadion von Magdeburg!Neue Stadien scheinen den rot-weißen Fußballern des Halleschen FC einfach zu liegen. So wie es bereits Sachsen Leipzig erfahren hat, ergeht es nun auch dem 1.FC Magdeburg. Die Regionalligakicker haben auch ihren zweiten Auftritt im neuen Stadion der Elbestadt siegreich gestalten können. Der Erzrivale von der Elbe wurde durch einen Doppelschlag von Pavel David kurz vor der Pause mit 2:1 bezwungen.

Dabei hatte zunächst alles gar nicht so toll begonnen. Die etwa 12.000 Leutchen im Magdeburger Betonklotz sahen zunächst eine Heimelf, die die Pokalfinalschlappe vergessen machen wollte. Ausgerechnet "Fahnentreter" Braham war es denn auch, der in der 22. Minute die Führung für den FCM erzielt. Völlig alleingelassen braucht er eine Flanke von Racanel nur noch locker einköpfen. Die Hallenser sind nun völlig geschockt, ein zweites "Dörfler"-Tor scheint nur eine Frage der Zeit zu sein. Ein ums andere Mal brennt es lichterloh im Strafraum der Gäste. Un plötzlich jubelt auch Blau-Weiß. Erneut hatte Braham getroffen. Doch die Fahne des Schiedsrichterassistenten wedelt in der 37. Minute glücklicherweise mit der Fahne. Nach Anblick der Fernsehbilder muss man von ausgleichender Gerechtigkeit zum Wilhelmshavenspiel sprechen. Ein zweites Tor wäre vielleicht die Entscheidung gewesen, doch so kam noch vor der Pause alles anders. Zuerst setzt sich Nico Kanitz in der 42. Minute auf der linken Seiten glänzend durch. Er sieht den bereits stehenden Pavel David, der zum umjubelten Ausgleich einnetzt. Nur zwei weitere Minuten später kann Chemie schon wieder jubeln. Ein Wahnsinnspass von Thorsten Görke über 50/60 Meter findet mit Pavel David einen dankbaren Annehmer. Er zieht sofort Richtung Magdeburger Tor. Clever wartet er die Bewegung des Keepers ab und lässt dann Beer nicht den hauch einer Chance. Das Tollhaus, zumindest die etwa 1.300 halleschen Fans betreffend, ist perfekt. Noch vor dem Seitenwechsel hat Chemie das Spiel gedreht.

Die zweite Hälfte beginnt mit einem Sturmlauf der Blau-Weißen. Doch die HFC-Abwehr steht sicher. Was doch noch durchkommt, findet in Darko Horvat einen dankbaren Abnehmer. Der Kroate scheint den Magdeburgern den Nerv zu rauben. Anders ist das Foul an ihm durch Braham nicht zu erklären. Der blau-weiße tunesier sollte auch etwas später mal wieder das Tor treffen. Doch erneut zählt es nicht. Diesmal stannd Braham allerdings deutlich im Abseits. Mit dieser Aktion in der 61. Minute schien das Feuer der Hausherren verpufft. Chemie zug dann den letzten Zahn. Einen tollen Freistoß von Thorsten Görke kann Beer nur prallen lassen, Pavel Davids dritter Treffer zerplatzt am Pfosten. Nun plätschert das Spiel unter jubelnden HFC-Fans nur noch dahin. Am Ende feiern nur die Rot-Weißen - Fans und Mannschaft stehen gemeinsam in der Kurve und wissen, dass in diesem Stadion erneut ein wichtiger Sieg gelungen ist.

Eindrücke der Busfahrt und aus dem Stadion sind hier zu finden!


Das meinten die Trainer zum Spiel:

Paul Linz (1.FC Magdeburg):

"Es fällt mir natürlich nicht so leicht, über das Spiel zu reden. Ich denke, wir haben von Anfang an vieles richtig gemacht. Man hat gesehen, dass eine Mannschaft auf dem Platz war, die gewillt war, dieses Spiel zu gewinnen. Wir hatten auch einige sehr gute Passagen, wo wir uns gute Chancen herausgespielt haben. Dann fiel das 1:0, und wir hatten das Spiel eigentlich im Griff. Danach führten zwei krasse Stellungsfehler zu zwei Gegentoren. Dann war es natürlich schwer gegen eine Mannschaft aus Halle, die sehr gut verteidigt, etwas zu erreichen. Was mir aber gefallen hat, dass wir dennoch nicht die Nerven verloren haben. Wir haben alles versucht, immer wieder Chancen herauszuarbeiten. Da waren aber kaum hundertprozentige dabei. Wir haben ja auch noch zwei Tore geschossen. Beim zweiten wusste ich nicht so richtig, warum der Schiedsrichter es abgepfiffen hat, aber nützt ja alles nichts. Wichtig ist, dass ich heute eine andere Mannschaft gesehen habe, wie sie in den Spielen davor war. Eine sehr engagierte Mannschaft, von der wir gesehen haben, dass sie auch Fußballspielen kann. Und jetzt bin ich natürlich gespannt, ob nun weiter auf der Mannschaft herumgehackt wird, oder ob wir weiter gemeinsam zu ihr zusammenstehen. Wir müssen der Mannschaft jetzt helfen, dazu bin ich bereit. Da gehe ich auch gern positiv vorne weg. Der ganze Druck hilft uns nicht in der jetzigen Situation. Ich will mit der Mannschaft zeigen, dass wir uns nicht aufgeben. Es sind erst vier Spiel gespielt. Das sind keine Durchhalteparolen. Ich bin von der Mannschaft absolut überzeugt. Wir haben heute gesehen, dass sie durchaus Fußballspielen kann. Wenn wir das 2:0 gemacht hätten, dann wäre das Ding heute ganz klar ausgegangen. Dies muss man auch einmal ganz deutlich sagen. Weil: Halle hat gerade dreimal auf das Tor geschossen. Wie meine Mannschaft heute aufgetreten ist, damit bin ich eigentlich sehr zufrieden. Wir wissen natürlich, was jetzt auf uns hereinbricht. Da werden wir jetzt stark kritisiert. Ich habe der Mannschaft aber gesagt, dass wir unseren Weg weiter gehen. Wir sind, gemeinsam mit der Mannschaft, davon überzeugt, dass wir dies einhundertprozentig hinbekommen werden. Es soll keine Durchhalteparole sein: Wir haben eine gute Mannschaft. Davon bin ich überzeugt, und gespannt darüber wer dass auch so sieht. Dankeschön!"

Sven Köhler (Hallescher FC):
"Ich freue mich natürlich, dass wir auch das 2. Auswärtsspiel in dieser Saison gewinnen konnten. Die Magdeburger haben von Beginn an versucht, druckvoll zu spielen. Bis zum 1:0 war es ein Spiel, in dem beide Mannschaften kaum Chancen hatten. Nach dem 0:1 hatten wir eine Phase von 20 Minuten bis zur 40. Minute, wo die Magdeburger sehr gut im Spiel waren. Sie hatten immer wieder druckvolle Situationen, in denen es gefährlich für uns wurde. Um so beeindruckender waren dann unsere beiden Tore vor der Halbzeit. Die waren kurz vor der Halbzeit sehr wichtig und auch sehr gut herausgespielt. Mit Beginn der zweiten Halbzeit haben die Magdeburger, wie erwartet, alles versucht. Mit vielen herausgearbeiteten Standards haben sie uns unter Druck gesetzt. Wir hatten aber in der Folge auch zwei, drei Kontermöglichkeiten, die wir aber nicht konsequent ausgespielt haben. So war es am Ende ein Spiel, wo wir uns freuen, dass wir 2:1 gewonnen haben. Natürlich wissen wir, dass auch etwas Glück dabei war."


1.FC Magdeburg:
Beer - Bankert, Zander, Grundmann (78. Reimann), Neumann, Watzka, Rosin, Racanel, Dragusha (83. Matthias), Vujanovic, Braham

Hallescher FC:
Horvat - Schubert, Lachheb, Kamalla, Benes, David, Görke, Kittler (88. Re. Stark), Kanitz, Kunze (78. Finke), Hebestreit (91. Beck)

Tore:1:0 Braham (22.), 1:1 David (42.), 1:2 David (44.)

Zuschauer:11.981 (darunter ca. 1.300 HFCer)





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