27.01.2008 - Albrecht-Dürer-Sporthalle, Merseburg
5. INEOS-Schkopau-Hallen-cup
Im späten Herbst letzten Jahres hatten wir bekanntlich gegen das Team von INEOS Vinyls Schkopau gespielt und deutlich verloren. Für die Vinyliker war dies der Anlass, uns zu ihrem Hallenturnier einzuladen. Heute nun wurde in der Albrecht-Dürer-Stadt Merseburg zum fünften Mal um den INEOS-Schkopau-Cup gekämpft. Erstmals waren also auch wir mit dabei. Natürlich waren unsere Hoffnungen angesichts der "knappen" Resultate in den letzten Jahren gegen die Gastgeber gedämpft. Doch - und das kommt von ganz tief innen - wir haben am heutigen Tag die Halle mit erhobenen Hauptes verlassen.
In unserer Gruppe 1 trafen wir auf das Team des Chemie-Anlagenbau Chemnitz, den ESV Lok Röblingen, die Beach Boys und die Gastgeber von INEOS Vinyls Schkopau. In Gruppe 2 durften Titelverteidiger EMS Cloppenburg, die zweite INEOS-Vertretung, der 1.FC Lindner und der SV Keutschen ihre Kräfte messen. Hier fehlte das Team des Gewerbevereins Hettstedt, welche kurzfristig absagten.
BottleBoys vs. CA Chemnitz 1:3Nachdem unsere Gruppengegner bereits ein Spiel absolviert hatten, durften auch wir endlich den heiligen Platz betreten. Zunächst bekamen wir es mit CA Chemnitz zu tun. Diese hatten gegen INEOS gar nicht so übel ausgesehen, so dass bei den Flaschenjungs einiger Respekt vorhanden war. Um so überraschender war denn zunächst der Spielverlauf. Nicht etwa die Sachsen übernahmen das Zepter, sondern die BottleBoys hatten die besseren Aktionen auf ihrer Seite. Deshalb war die Führung auch eine logische Konsequenz. Wagge, der endlich in seinem eigenen Trikot antreten konnte, eroberte sich den Ball nach einer Abwehrunsicherheit der "Himmelblauen". Clever ließ er dem Torhüter nicht den Hauch einer Chance. Die BottleBoys führten. Leider sorgte es nicht für die nötige Ruhe im Spiel der Grau-Weinroten. Dummerweise ging anschließend nicht mehr viel nach vorn, sondern der Gegner wurde stark gespielt. Der Ausgleich für Chemnitz war somit nur eine Frage der Zeit. Kurz darauf hatten die Chemie-Anlagenbauer das Spiel gedreht und in den letzten Sekunden des Spiels sogar noch auf 3:1 erhöht. Beachtlich die Leistung der BottleBoys in diesem Spiel, auch wenn bei etwas mehr Clevernis durchaus ein Punkt möglich gewesen wäre.
ESV Lok Röblingen vs. BottleBoys 5:0In unserem zweiten Gruppenspiel trafen wir auf die übermotiviert agierenden Spieler des ESV Lok Röblingen. Es wurde einmal mehr deutlich, dass wir bei hart spielenden Gegnern schnell an unsere Grenzen stoßen. Einige fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen sorgten ebenfalls für einige Probleme in der Einstellung der BottleBoys. So war beispielsweise talimo bei der Ausführung eines Freistoßes mehr mit Lamentieren beschäftigt, wodurch das 0:1 nicht zu verhindern war. Aktionen gegen die BottleBoys wurden kaum gepfiffen, umgekehrt aber selbst leichte Dinge sofort geahndet. Die Folge waren fünf weitere Tore für den ESV. Der Sieg war sicherlich auch angesichts der unglücklichen Aktionen der aus Röblingen stammenden Unparteiischen zwei bis drei Tore zu hoch. Allerdings waren die Schiris nicht schuld, dass wir verloren haben. Ein eingespieltes Vereinsteam ist eben doch etwas anderes als eine Freizeittruppe.
BottleBoys vs. INEOS Vinyls Schkopau 0:6In unserem dritten Spiel des Tages trafen wir auf die erste Vertretung des Gastgebers. Nach knapp zwei Minuten hatten wir uns bereits drei Dinger eingefangen und es wurden Erinnerungen an das 1:17-Debakel vom November wach. Doch wir bekamen das Spiel halbwegs in den Griff. Klar, gegen diese Truppe ist es schwer. Doch in den verbleibenden acht Minuten ließen wir nur noch drei weitere Treffer zu. Dabei hatten wir aber keine richtige Chance. Waggas und Blaumeises Fernschüsse und talimos verunglückter Kopfball aus Rückenlage waren ohne wirkliche Gefahr. Der gegnerische Keeper hatte eher mit der Langeweile zu kämpfen, bis Slater die Wut packte. Er schnappte sich von seinem Tor aus das Leder und stürmte entgegen aller Regeln und den Schiris angesichts des 0:6 nicht unterbunden auf das INEOS-Tor zu, passte auf Wagga. Der wollte Slater sein Tor gönnen, doch dieser verfehlte es knapp. So blieb es beim 0:6.
Beach Boys vs. BottleBoys 0:0Im letzten Gruppenspiel ging es nun nur noch um die rote Laterne in der Gruppe. Die wollten wir natürlich gegen die zweite Spaßtruppe auf keinen Fall erben. Die Beach Boys hatten in den Spielen davor einige Tore mehr kassiert als wir, so dass den Flaschenjungs ein Unentschieden für Rang 4 in der Gruppe genügen würde. Die Beach Boys brauchten also einen Sieg, um an uns vorbeizuziehen. Entsprechend wurde um jeden Ball gekämpft. Doch die BottleBoys hatten mehr vom Spiel. Leider war es nicht möglich, das Leder im Netz unterzubringen. Wagga, Wolf, KleinerWeißer Riese, Milli und auch Blaumeise schafften es einfach nicht, ihre guten Chancen zu nutzen. So hatten die Strandjungs immer wieder gefährliche Konter vorzuweisen, wo Slater oftmals Kopf- und Kragen riskieren musste. Doch er hielt seinen Kasten sauber. Am Ende stand also ein torloses Unentschieden und wir durften im Spiel um Rang 7 ran.
BottleBoys vs. 1.FC Lindner 1:3Leider hatte das Turnier einige Blessuren hinterlassen. Das Entscheidungsspiel wurde deshalb ohne die Aktivposten Blaumeise und Milli ausgetragen. Im Tor räumte Slater seinen posten ebenfalls aufgrund einer leichten Verletzung. Wenigstens Feldspiel war noch möglich. Die Rolle als letzter Mann übernahm somit Wagga im strahelnd gelben Trikot. Doch all diese Probleme hielten die BottleBoys nicht davon ab, ein gutes Spiel zu zeigen. Doch erneut war das Unvermögen in der Offensive spürbar. Wolf und KleinerWeißerRiese konnten ihre guten Chancen nicht in Zählbares umwandeln. Das machte der 1.FC Lindner besser. Mit der ersten Offensivaktion gingen die Randmerseburger in Führung. Doch wir hatten ja nun Slater auf dem Feld. Dieser sorgte für den schnellen Ausgleich. Nun entwickelte sich ein tolles Spiel mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Doch während der 1.FC traf, nutzten die Flaschenjungs ihre sich bietenden Möglichkeiten nicht. Wolf, Slater, KleinerWeißerRiese oder auch Wolfi oder Lutze - egal, wer aus Tor zielte, nichts ging hinein. Auch talimo aus der Ferne konnte nur am Kasten vorbeidonnern. Am Ende stand ein 1:3 und somit in der Endabrechung Rang 8.
Dieser achte Rang bedeutete in dem wohl besten Turnier, an dem wir bisher teilgenommen haben, einen richtig tollen Pokal. Eine perfekte Organisation sowie eine Verpflegung, die in der fairen Startgebühr voll enthalten war (und wir können einiges trinken), zeigen, was es für tolle Gastgeber waren. Dafür gibt es von uns ein dickes Dankeschön. Wir würden uns freuen, wenn wir wieder eingeladen werden.
Bilder dieses Turniers gibt es hier!